NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

69-jähriger Dreifachmörder

einen Tag nach der Flucht gefasst

Dank der Aufmerksamkeit eines Justizbeamten ist die Flucht eines Dreifachmörders im Rentenalter am Dienstag nach nur einem Tag beendet worden. Der 69-Jährige war nach Justizangaben am Mittag in Wannsee gefasst worden. Der seit 36 Jahren einsitzende Mann war am Montag während eines Freigangs zur Entlassungsvorbereitung geflohen. Doch ein 48-jähriger Justizbeamter, der privat mit der BVG-Fähre von Kladow nach Wannsee unterwegs war, erkannte ihn auf dem Schiff wieder. Als der Geflohene keine Auskunft über seinen Entlassungstermin geben konnte, wurde der Beamte stutzig und alarmierte die Polizei. An der Anlegestelle in Wannsee klickten dann die Handschellen. Der Geflohene saß seit 1974 wegen dreifachen Mordes im Gefängnis. Außerdem hatte er auf Polizisten geschossen. Zur Vorbereitung auf seine Entlassung in ein Altersheim wurden mit ihm begleitete Freigänge unternommen, so auch am Montag. Während des Besuchs eines Cafés in Charlottenburg musste der Beamte auf die Toilette. Diese Möglichkeit nutzte der 69-Jährige zur Flucht.ddp



CDU-Kulturpolitiker im Bundestag

für Schlossbau ab 2013

Kulturpolitiker der Union wollen noch vor dem Ende der Legislaturperiode 2013 den Bau des Stadtschlosses ermöglichen. Das sagte der CDU-Abgeordnete Wolfgang Börnsen gestern in einer Sitzung des Kulturausschusses des Bundestages. Der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, hatte zuvor im Ausschuss darauf hingewiesen, dass ein Aufschub des geplanten Humboldt-Forums zusätzliche Kosten für die Sanierung der baufälligen Dahlemer Museen von bis zu 200 Millionen Euro verursachen werde.

Gestern Abend erklärte zudem Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) auf einer Veranstaltung zum 100-jährigen Bestehen von Frohnau, er gehe davon aus, dass das Stadtschloss gebaut wird - „wenn auch mit Verzögerungen“. Es dürfe keine „Zahnlücke in der Hauptstadt“ geben. Das Bundeskabinett hatte sich im Rahmen seiner Sparbeschlüsse dafür ausgesprochen, die Mittel für den Bau bis 2014 zu sperren.ddp/Tsp

Öffentliches Sezieren von Leichen bleibt verboten

Die Ausstellung ist längst zu Ende, der Rechtsstreit noch nicht ganz: Das Verwaltungsgericht bestätigte jetzt erneut das Verbot des öffentlichen Sezierens von Leichen bei der „Körperwelten“-Ausstellung im Postbahnhof. Die Veranstalter der umstrittenen Schau, bei der plastinierte menschliche Körper zu sehen sind, hatten 2009 vor Publikum menschliche Leichen präparieren wollen. Das war vom Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg verboten worden. Die Organisatoren hatten das Eilverfahren in zwei Instanzen verloren. Das Verwaltungsgericht bestätigte das Verbot. Leichen dürften nicht öffentlich ausgestellt werden. Außerdem hätten die beiden Körperspender nicht in diese Art der Verwendung ihrer Körper eingewilligt. Gegen das Urteil ist Berufung möglich. fk

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