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Karl-Heinz Kurras will

Beihilfen nicht zurückzahlen



Berlin - Der frühere Stasi-Spitzel Karl- Heinz Kurras, der 1967 den Studenten Benno Ohnesorg erschoss, will staatliche Hilfen nicht zurückzahlen. Dabei geht es um Eingliederungs- und Entschädigungsleistungen, die der heute 82-Jährige erhalten hatte, weil er nach Kriegsende im sowjetischen Lager Sachsenhausen eingesperrt war. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales hatte den Betrag von nach heutiger Währung mehr als 4000 Euro zurückgefordert. Dagegen werde er Klage einreichen, sagt Kurras’ Anwalt. Laut Sozialbehörde geht aus den Stasi-Akten hervor, dass Kurras wegen illegalen Waffenbesitzes in Sachsenhausen saß, nicht aus politischen Gründen. dpa

Bieterverfahren auf Schwanenwerder wird wahrscheinlicher

Berlin - Vertreter von SPD und Linke haben sich auf ein Konzept zur Erinnerung an die NS-Geschichte der Havelinsel Schwanenwerder geeinigt. Das sagte der Vorsitzende des Ausschusses für Stadtentwicklung, Thomas Flierl, dem Tagesspiegel. Damit ist der Weg frei für eine Vermarktung und spätere Bebauung freier Grundstücke im Süden der Insel. Künftig sollen Infotafeln an die ehemaligen Nutzungen erinnern, die Stiftung „Topographie des Terrors“ plant eine Ausstellung. In der NS-Zeit hatte die sogenannte „Reichsbräuteschule“ dort ihr Quartier. Joseph Goebbels besaß eine Villa. Der Liegenschaftsfonds will vier Grundstücke mit rund 50 000 Quadratmetern in einem Bieterverfahren vermarkten. loy

Neue jüdische Gemeinde

steht vor Gründung

Potsdam - Diesen Freitag wird sich in Potsdam eine dritte jüdische Gemeinde gründen. Wie Dirigent Ud Joffe erklärte, wollen die Mitglieder der Betergemeinschaft Minjan die Synagogengemeinde Potsdam gründen, „eine orthodox geführte Einheitsgemeinde“. Bislang gibt es die Jüdische Gemeinde Potsdam, deren Mitglieder hauptsächlich aus der früheren Sowjetunion stammen, sowie die sich als ultraorthodox verstehende Gesetzestreue Jüdische Landesgemeinde. Joffe sieht die Neugründung auch als Reaktion auf Ausgrenzungserfahrungen in der Jüdischen Gemeinde Potsdam. gb

Arbeitsgericht verhandelt

über Kündigung bei Treberhilfe

Berlin - Das Arbeitsgericht hat am Montag bei einem Gütetermin über die Klage des ehemaligen Treberhilfe-Prokuristen Ingo Bullermann gegen seine Kündigung verhandelt. Dieser hatte die Kündigung an dem Tag erhalten, an dem er an einer Demonstration gegen Aufsichtsrat und Gesellschafter teilgenommen hatte. Ein Urteil wird es erst im Herbst geben. Tsp

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