NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Hassattacken gegen Schwule

im Volkspark Friedrichshain

Die vier jungen Männer, die in der Nacht zum Sonntag durch den Volkspark Friedrichshain zogen, wollten offenbar vor allem zuschlagen. Sie fragten ihre Opfer, ob diese homosexuell seien, warteten aber die Antwort nicht ab. Mindestens vier Personen wurden laut Polizei innerhalb von zehn Minuten und unabhängig voneinander von ihnen misshandelt und erlitten durch Schläge und Tritte Verletzungen im Gesicht und am Oberkörper. Alle Opfer haben die Täter laut Polizei gleich beschrieben. „Es war von vier Männern die Rede, der Anführer wurde als westeuropäischer, athletischer Typ geschildert, der mit Berliner Akzent sprach.“ Die Schläger konnten unerkannt flüchten. In der Nacht zuvor war ein 25-jähriger Transsexueller auf der Landsberger Allee in Lichtenberg angegriffen worden. Auch hier soll es sich um vier Täter gehandelt haben, deshalb prüft die Polizei einen eventuellen Zusammenhang zwischen den Taten. Eventuell hängen die Attacken auch mit dem Transgenialen Christopher Street Day zusammen, der am Sonnabend von 5000 Menschen gefeiert wurde. Der Transgeniale CSD richtet sich gegen die Kommerzialisierung der Schwulenbewegung und auch an Trans- sowie an Heterosexuelle. das

Mann im Neuköllner

Schifffahrtskanal ertrunken

Taucher der Feuerwehr haben am Samstag einen Mann aus dem Neuköllner Schifffahrtskanal geborgen. Trotz sofortiger Reanimationsmaßnahmen verstarb der 51-Jährige laut Polizei auf dem Weg ins Krankenhaus. Eine 42-jährige Frau hatte zuvor den offensichtlich betrunkenen Mann auf der Teupitzer Brücke bemerkt. Kurz darauf hörte sie ein Klatschen und sah den Mann im Kanal versinken. Ob es sich um einen Unfall oder einen Suizid handelte, war gestern Abend noch unklar. ddp

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