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„Nebenbuhler-Prozess“:

Angeklagter bleibt in Haft



Cottbus - Ein wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilter Mann aus Rheinsberg kommt vorerst nicht auf freien Fuß. Der Haftbefehl gegen den 43-Jährigen werde zunächst weiter aufrechterhalten, sagte am Mittwoch eine Cottbuser Gerichtssprecherin. Landgericht und Staatsanwaltschaft hatten einen Antrag der Verteidigung abgelehnt, dem Mann während des Wiederholungsprozesses Haftverschonung zu gewähren. In dem Prozess wird das gesamte Verfahren des Landgerichts Neuruppin von 2006 neu aufgerollt. Die Richter hatten es als erwiesen angesehen, dass der Angeklagte den Liebhaber seiner von ihm getrennt lebenden Ehefrau erstochen hat. Die Verteidigung hatte ein Wiederaufnahmeverfahren beantragt, weil ein erst nach dem Urteil angefertigtes Gutachten fremde DNS-Spuren an der Leiche und in der Wohnung des Opfers nachgewiesen hatte. ddp

Zwei Männer wegen Mordes bei Selchow vor Gericht

Potsdam - Wegen Mordes müssen sich ab heute zwei Berliner vor dem Landgericht Potsdam verantworten. Die beiden 33 Jahre alten Türken sollen ihr Opfer laut Anklage am 9. Juli 2009 in Berlin entführt und zu einem Rastplatz an der Autobahn 9 gefahren haben. Dabei sollen sie ihm mindestens 5000 Euro, eine Uhr im Wert von 8000 Euro sowie zwei Mobiltelefone abgenommen haben. Danach brachten sie den Mann in eine Berliner Wohnung und zwangen ihn, durch einen Bekannten 100 000 Euro an einem Altkleidercontainer in Tempelhof hinterlegen zu lassen. Das Geld sollen die Männer an sich genommen und ihr Opfer am Morgen des 11. Juli zwischen Selchow und Glasow erschossen haben. ddp

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