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Vom ICE erfasst: Zweiter Graffiti-Sprayer gestorben

Rathenow – Einen Tag nach der Tragödie an der Havelbrücke ist im Krankenhaus auch der zweite Jugendliche gestorben, der am Freitag von einem ICE erfasst worden war. Dies teilte die Polizei am Sonntag mit. Wie berichtet, war einer der 15-Jährigen sofort tot gewesen, seinem Freund war der Arm abgerissen worden. Sie hatten um 7 Uhr früh einen stehenden Güterzug beschmieren wollen, als der ICE sie erfasste. Beide waren der Polizei als Sprayer bekannt. Der zwölfjährige Bruder eines der Jungen, der den Unfall mit ansehen musste, hatte einen Schock erlitten. Der Unfall hatte zu massiven Verspätungen auf der Schnellstrecke nach Hannover geführt. Ha

Brandenburg rechnet mit weiter sinkenden Geburtenzahlen

Potsdam – Eine demografische Trendwende ist aus Sicht der Landesregierung in Zukunft nicht zu erwarten. Wie Gesundheitsministerin Anita Tack (Linke) mitteilte, ist „im nächsten Jahrzehnt mit rückläufigen Kinderzahlen infolge sinkender Zahlen potenzieller Mütter zu rechnen“. Die Geburtenrate werde weiter auf niedrigem Niveau bleiben. Daher ist davon auszugehen, dass das Durchschnittsalter der Einwohner Brandenburgs weiter steigt. Nach der Wiedervereinigung war die Geburtenrate auf ein Drittel des Vorwendestandes gefallen, um in den vergangenen Jahren leicht auf rund 40 Prozent anzusteigen. Nun wirkt sich das sogenannte demografische Echo aus: Weniger Frauen im gebärfähigen Alter bekommen wieder weniger Kinder. ddp

Kohlendioxid-Speicher: Regierung will nur Erprobung erlauben

Potsdam – Die Bundesregierung will vorerst keine großen kommerziellen Kohlendioxid-Speicher im Untergrund zulassen. Ein von Umwelt- und Wirtschaftsministerium ausgearbeitetes Gesetz erlaube nur Erprobungsvorhaben mit einem Volumen von maximal acht Millionen Tonnen pro Jahr, berichtete der Spiegel. Erst wenn die Unbedenklichkeit der Methode erwiesen sei, sollten größere Mengen im Untergrund gelagert werden dürfen. In Deutschland fehlt bisher die gesetzliche Grundlage, um das Treibhausgas CO2 in großem Stil abscheiden und dann in früheren Erdgasspeichern lagern zu können.

Die Pläne der beiden Ministerien sehen dem Bericht zufolge auch vor, dass Stromkonzerne langfristig Rücklagen bilden müssen, um für Risiken gewappnet zu sein. Der „Nachsorgebeitrag“ solle drei Prozent der Summe betragen, die die Konzerne für CO2-Emissionen in die Luft bezahlen müssten, berichtete das Magazin. Bei acht Millionen Tonnen Kohlendioxid würde dies einer Rücklage von 3,6 Millionen Euro entsprechen. Das Gesetz soll Anfang 2011 in Kraft treten.

Die EU-Kommission fördert mit Milliarden-Beträgen Pilotanlagen in mehreren Ländern Europas, um die CCS-Technik zu erproben. In Deutschland soll das Vattenfall-Kraftwerk Jänschwalde in Brandenburg mit rund 180 Millionen Euro unterstützt werden. Vattenfall setzt auf CCS, da die Braunkohlekraftwerke besonders viel Treibhausgas CO2 produzieren. Reuters

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