NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Umkippender Bagger

tötet Bauarbeiter

Bei einem Arbeitsunfall auf dem Gelände des St.-Joseph-Krankenhauses in Weißensee sind am Dienstag ein Mann getötet und einer schwer verletzt worden. Gegen 8 Uhr war ein Bagger in eine etwa drei Meter tiefe Baugrube gestürzt. Dort erschlug er einen Arbeiter. Der Baggerfahrer wurde in dem auf dem Dach liegenden Fahrzeug eingeklemmt. Die Feuerwehr musste ihn befreien, ein Notarztwagen brachte ihn ins Krankenhaus. Der Tote konnte erst geborgen werden, nachdem ein Kran den Bagger angehoben hatte. Die Polizei und das Landesamt fürArbeitsschutz (Lagetsi) ermitteln. Zeugen berichten, dass der Bagger vor dem Umkippen Zementsäcke angehoben hatte. Nach Angaben des Lagetsi war der Bagger für diese Arbeit ungeeignet, die Last soll 1,2 Tonnen schwer gewesen sein. Der Arbeiter, der getötet wurde, sollte die Last dirigieren. In diesem Jahr war es nach Angaben des Lagetsi der vierte tödliche Arbeitsunfall. Im vergangenen Jahr waren es neun. Ha

Große Pläne

für den Kleinen Tiergarten

16 europäische Planungsbüros haben sich mit der Frage beschäftigt, wie die Doppelparkanlage Ottopark / Kleiner Tiergarten in Moabit einladender werden kann. Den Zuschlag erhielten die Landschaftsplaner des bayrischen Büros Latz und Partner. Ausgeschrieben hatten den Wettbewerb die Stadtentwicklungsverwaltung und das Bezirksamt Mitte. Hauptaufgabe war laut Senat, die Grünanlage zu einem Park mit „überschaubaren, angstfrei nutzbaren Räumen“ umzugestalten und die Spielangebote für Kinder zu verbessern. Am Siegerentwurf habe vor allem die „gelungene Öffnung der Parkanlage zum öffentlichen Straßenraum“ überzeugt. An der Ottostraße soll ein Spielbereich angelegt werden, an der Stromstraße eine Terrasse mit Café entstehen. Die Umsetzung beginnt noch in diesem Jahr. Für die ersten Umgestaltungen sollen zwei Millionen Euro aus dem Bund-Länder-Programm „Aktive Stadtzentren“ verwendet werden. rni

Mai-Randalierer erhält Bewährung – und bleibt in Untersuchungshaft

Weil er am 1. Mai vier Steine in Richtung Polizei geworfen hatte, ist ein 21-Jähriger am Dienstag zu einem Jahr und sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. In seinem Geständnis nach zehnwöchiger Untersuchungshaft sprach Toralf R. vor dem Amtsgericht von einem Fehler „aus einer aufgeheizten und aggressiven“ Stimmung heraus. Die Richter sprachen ihn des schweren Landfriedensbruchs und der versuchten gefährlichen Körperverletzung schuldig. Der aus Brandenburg stammende R. befand sich an der Reichenberger Straße in Kreuzberg, als es am Abend zu Gewalttätigkeiten kam. Er soll Kleinpflastersteine ausgegraben und auch an andere Randalierer verteilt haben. „Ich warf vier Steine auf Polizeifahrzeuge“, gestand R. Ein Beamter wurde dabei am Bein getroffen. Ob der Polizist verletzt wurde, konnte nicht festgestellt werden. R. muss trotz der Bewährungsstrafe in U-Haft bleiben, weil gegen ihn ein weiteres Verfahren wegen eines Flaschenwurfs bei den Krawallen am 1. Mai 2008 anhängig ist. K.G.

Investorengemeinschaft

kauft Haus Cumberland am Ku’damm

Das seit Jahren leer stehende Baudenkmal „Haus Cumberland“ am Kurfürstendamm 193-194 hat einen neuen Eigentümer: Die Unternehmer Thomas Bscher, Detlef Maruhn und Dirk Germandi übernahmen das in den Jahren 1911/12 errichtete Gebäude von der Orco-Gruppe, die es 2006 erworben hatte. Die neuen Eigentümer planen Büros und Läden, ein 500 Quadratmeter großes Restaurant, 180 Eigentumswohnungen mit je bis zu 120 Quadratmeter Fläche im hinteren Gebäudeteil, 250 größere Wohnungen in den Dachetagen und eine Tiefgarage. Der Umbau soll 2011 beginnen. CD

Bauarbeiten

für „Boulevard der Stars“ begonnen

Auf dem Mittelstreifen der Potsdamer Straße haben am Dienstag die Bauarbeiten für den „Boulevard der Stars“ begonnen. Sie sollen nach Auskunft von Mittes Baustadtrat Ephraim Gothe (SPD) neun Wochen dauern. Die Eröffnung des vom Hollywood Walk of Fame inspirierten Boulevards, auf dem Größen des deutschsprachigen Kinos und Fernsehens geehrt werden sollen, sei für den 10. September geplant. ddp

Vermisster Badegast

tot im Orankesee gefunden

Ein seit dem 11. Juli vermisster Badegast ist am Dienstag tot im Orankesee in Hohenschönhausen gefunden worden. Die Leiche des 23-Jährigen wurde laut Polizei von einem Rettungsschwimmer entdeckt. Zur Ermittlung der Todesursache wurde eine Obduktion angeordnet. ddp

Stromausfall in Kreuzberg

nach zweieinhalb Stunden behoben

Zweieinhalb Stunden lang waren rund 1400 Haushalte und 220 Gewerbekunden in Kreuzberg am Montagabend ohne Strom. Ein Vattenfall-Sprecher begründete die ungewöhnlich lange Dauer damit, dass die defekte Stelle eines Kabels nicht sofort gefunden worden sei. Tsp

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