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CDU sieht nach Postenwechsel neuen Filz in der SPD



Der CDU ist es ein Dorn im Auge, dass die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Stefanie Winde, künftig die Öffentlichkeitsarbeit des landeseigenen Universitätsklinikums Charité leitet. Es stelle sich „wieder einmal die Frage der Vetternwirtschaft“, erklärten die Gesundheitsexperten der CDU-Fraktion, Mario Czaja und Nicolas Zimmer. Der Wechsel vom Parlament in das Amt der Pressesprecherin werfe viele Fragen auf, die in den Fachausschüssen des Abgeordnetenhauses beantwortet werden müssten. Die CDU-Fraktion erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass die Lebensgefährtin des Bildungssenators Jürgen Zöllner (SPD) Chefin der Einsteinstiftung werden sollte und dass die SPD ihre Staatssekretärin Hella Dunger-Löper zur Rechnungshofpräsidentin wählen wollte. Wenn auch ohne Erfolg. Also wollen die Christdemokraten wissen, welche Befähigung die SPD-Abgeordnete für ihr neues Amt mitbringt, wie die Ausschreibung aussah und wie viele Bewerber es gegeben hat. SPD-Fraktionssprecher Thorsten Metter bezeichnete die Vorwürfe der CDU-Politiker als „blanken Unsinn“. Zumal die Stelle nicht vom Senat, sondern von der Charité in eigener Verantwortung besetzt worden sei. Den Vorwurf der Vetternwirtschaft wies Metter energisch zurück. Winde, die Mutter von zwei kleinen Kindern ist, nannte für ihren Berufswechsel familiäre und finanzielle Gründe.za

Marmorhaus am Ku’damm

für 40 Millionen Euro verkauft

Der Immobilienmarkt am Kurfürstendamm bleibt in Bewegung. Für mehr als 40 Millionen Euro hat die Aachener Grundvermögen Kapitalanlagegesellschaft mit Sitz in Köln jetzt das Marmorhaus gekauft, das 2001 von einer irischen Investmentgesellschaft erworben worden war. Gleichzeitig habe das Modeunternehmen Zara seinen Mietvertrag im Marmorhaus bis 2018 verlängert, teilte der Immobilienmakler Lührmann mit. Das Gebäude mit der Marmorfassade war 1912 als Filmtheater gebaut worden. Nach einem Umbau 1975 und einer aufwendigen Renovierung 1997/98 gab man den Kinobetrieb Ende 2000 auf. Vor kurzem hatte das Haus Cumberland am Ku’damm neue Eigentümer erhalten. kt

Pro und Contra: Parken soll

nicht teurer werden

Drei Euro pro Stunde zahlen Autofahrer, die ihren Wagen im Zentrum abstellen. Der EU-Abgeordnete Michael Cramer (Grüne) findet die Preise fürs Parken noch zu niedrig. Doch die Mehrzahl der Pro-und-Contra-Teilnehmer (69 Prozent) hat sich gegen eine Erhöhung der Parkgebühren ausgesprochen, nur 31 Prozent waren dafür. Tsp

Begleitservice im Nahverkehr eingeschränkt

Wer nicht allein mit Bahnen und Bussen fahren kann und sich deshalb von Helfern begleiten lassen will, muss in Zukunft mit erheblichen Einschränkungen rechnen. Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) reduziert seinen Begleitservice für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste vom 1. August an drastisch, weil die Jobcenter den weiteren Einsatz der Mitarbeiter bisher nicht bewilligt haben. Statt 60 Begleiter werde es dann nur noch neun geben. Damit könnten wochentags nur noch 12 bis 15 Fahrgäste begleitet werden. An Wochenenden gibt es jetzt gar keine Begleitungen mehr. Buchungen sind vom 1. August an nur noch montags bis freitags jeweils von 9 Uhr bis 15 Uhr möglich (unter der Rufnummer 25 414 414). Das Angebot war im Oktober 2008 eingeführt worden; seither wurden nach VBB-Angaben mehr als 16 500 Fahrgäste begleitet; die Nachfrage war stetig gestiegen. kt

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