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Großrazzia bei Spirituosenhandel wegen Steuerhinterziehung



Wegen möglicher Steuerhinterziehung in Millionenhöhe haben Zoll und Bundespolizei am Donnerstag 14 Wohnungen und Büros durchsucht. Die Fahnder hatten eine Firma im Visier, die mit alkoholischen Getränken handelt, sagte Norbert Scheithauer vom Zollfahndungsamt. Sieben Verdächtige verschiedener Nationalitäten wurden festgenommen, vier von ihnen kommen in Untersuchungshaft. Ihnen werde vorgeworfen, bis zu 17 Millionen Euro an Branntwein- und Umsatzsteuer hinterzogen zu haben. Man habe 20 Lkw-Ladungen voll Spirituosen beschlagnahmt. Außerdem hatten die Beamten scharfe Munition und 610 000 Euro Bargeld gefunden. Die Verdächtigen im Alter zwischen 28 und 58 Jahren sollen legal Spirituosen in Deutschland einkauft und dann mit gefälschten Papieren eine Ausfuhr vorgetäuscht haben. Anschließend seien die Getränke in Berlin „unter der Hand“ an Einzel- und Großhändler veräußert worden. An den Durchsuchungen waren rund 200 Beamte beteiligt. Sollten die Verdächtigen verurteilt werden, wird der Alkohol versteigert.hah

Haft nach der Haft für

Sexualstraftäter Uwe K. gefordert

Gegen den vorbestraften Sexualstraftäter Uwe K. hat die Staatsanwaltschaft wegen Vergewaltigung und Missbrauchs von Kindern 13 Jahre Haft sowie anschließende Sicherungsverwahrung beantragt. Der 46-Jährige habe nach seiner Freilassung 2007 „vehement und hartnäckig“ gegen Auflagen verstoßen, sagte die Anklägerin. Es sei ihm gelungen, Kontrollen zu umgehen. Er habe sich wieder ein „Netz von sozialen Kontakten zu Kindern aufgebaut“, um straffällig zu werden. Uwe K. hatte sich zwischen 1992 und 1995 an neun Mädchen vergangen. Nach elf Jahren Haft musste er entlassen werden, obwohl Experten einen Rückfall befürchteten. Doch nach damaliger Rechtslage gab es keine Handhabe, gegen K. Sicherungsverwahrung zu verhängen. Die Staatsanwaltschaft ist überzeugt, dass er sich zwischen Mai 2008 und Oktober 2009 in seiner Spandauer Wohnung an drei Mädchen verging. K. hatte das im Prozess bestritten. Das Urteil soll Montag verkündet werden. K.G.

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