NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Keine weiteren Polizisten

für Afghanistan



Potsdam - Brandenburg entsendet keine Polizisten mehr nach Afghanistan. Ein Sprecher des Potsdamer Innenministeriums bestätigte am Sonnabend einen entsprechenden Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“. Nach seinen Angaben hatte Innenminister Rainer Speer (SPD) bereits im Februar entschieden, keine weiteren Beamten zu entsenden. Hintergrund war eine Erklärung von Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP), wonach die Deutschen in Afghanistan an einem „bewaffneten Konflikt im Sinne des humanitären Völkerrechts“ teilnehmen würden. Dies bedeute für Speer faktisch dasselbe wie Krieg und habe eine Neubewertung des Einsatzes erforderlich gemacht, sagte der Sprecher: „An einem Krieg beteiligen sich brandenburgische Polizisten nicht.“ Seit 2002 waren 15 Brandenburger Beamte bei Polizeimissionen in Afghanistan im Einsatz. Ein Beamter befindet sich noch dort. ddp

Totenbuch des sowjetischen Lagers Sachsenhausen übergeben

Oranienburg – Überlebende des früheren sowjetischen Speziallagers Sachsenhausen haben ein abschließendes Totenbuch über die zwischen 1945 und 1950 dort ums Leben gekommenen Häftlinge erhalten. Im Beisein von Brandenburgs Kulturministerin Martina Münch (SPD), Vertretern von Opferverbänden und ehemaligen Häftlingen wurde das Buch mit den Namen von 11 890 Toten durch den Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Günter Morsch, präsentiert. Richard Buchner von der Arbeitsgemeinschaft Lager Sachsenhausen sagte, damit sei die Würde der Toten wiederhergestellt. Sie seien „keine Opfer zweiter Klasse“ mehr. ddp

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