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Dreifachmörder nach 18 Jahren erneut vor Gericht

Die Kriminaltechnik führte schließlich doch noch auf die Spur des mutmaßlichen Täters: Mehr als 18 Jahre nach der Tötung eines Obdachlosen in einem Park in Moabit muss sich seit Mittwoch vor dem Landgericht ein 45-jähriger Mann verantworten. Mit einem Zimmermannshammer soll er das 52-jährige Opfer erschlagen haben. Eine DNA-Spur am Hammer konnte mit neuer Technik gesichert werden. Sie führte Ende letzten Jahres zu dem seit 1992 inhaftierten Ali K. Er hatte wenige Wochen vor der nun verhandelten Tat einen Tankwart sowie seine Ex-Freundin und deren Mitbewohnerin erschossen. 1993 wurde er zu lebenslanger Haft verurteilt. Nun wird ihm Totschlag vorgeworfen. Vor der Polizei hatte er sich auf Notwehr berufen, vor Gericht schwieg er. Der Prozess geht Mittwoch weiter. K.G.

Neuer Träger will insolventen

Kinderzirkus Cabuwazi übernehmen

Der insolvente Kinderzirkus Cabuwazi hat aller Voraussicht nach einen neuen Träger gefunden: Insolvenzverwalter Torsten Martini teilte gestern mit, es handele sich um die gemeinnützige gGmbH „GrenzKultur“, die bereits ein Zirkuszelt am Ostbahnhof betreibt. Geleitet wird GrenzKultur von Karl Köckenberger, der bei Cabuwazi gut bekannt, aber auch umstritten ist. Er gehörte vor 15 Jahren zu den Mitbegründern des Kinderzirkus. Nun wolle er Cabuwazi kaufen und fast alle Arbeitsplätze und sämtliche Standorte erhalten, sagte Martini. Etliche Eltern und Mitarbeiter halten dem Interessenten aber offenbar aus früheren Zeiten vor, er habe kommerzielle Gesichtspunkte vor Inhaltliches gestellt. Die Kritiker erwägen nun, den insolventen Zirkus mit einer Stiftung zu retten. Viel Zeit bleibt aber nicht: Bis zum 1.Oktober muss der neue Träger feststehen. lau

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