NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

S-Bahn überfährt Wildschweine

nahe Ostkreuz

Wildschweine auf den Gleisen haben am Mittwochfrüh den S-Bahn-Verkehr zwischen Lichtenberg und dem Ostkreuz gestoppt. Eine Bahn der S 7 war zwischen den Stationen Nöldnerplatz und Ostkreuz in eine Rotte Wildschweine gefahren. Drei Tiere wurden dabei getötet; ein Schwein lief weiter die Gleise entlang Richtung Ostkreuz. Die Suche der Bundespolizei nach dem Tier blieb erfolglos. Die Strecke war von 4.40 Uhr bis 5.10 Uhr stadteinwärts für den S-Bahn-Verkehr aus Ahrensfelde, Wartenberg und Strausberg gesperrt. Der bei dem Zusammenprall beschädigte Zug musste aus dem Verkehr genommen werden. kt

Schönefelder Fluglärmkommission wartet auf weitere Mitglieder

Von zwölf zur Mitarbeit in der Fluglärmkommission für Schönefeld aufgeforderten Institutionen haben sich bisher nach Angaben des Infrastrukturministeriums in Potsdam erst fünf gemeldet. In Berlin machen die Bezirke Steglitz-Zehlendorf und Tempelhof-Schöneberg mit. Neukölln dagegen habe noch nicht reagiert. Treptow-Köpenick ist bereits seit März in der Kommission vertreten, in der jetzt die Flugrouten von und zum neuen Flughafen in Schönefeld beraten werden. Nach dem Vorschlag der Flugsicherung sollen einige Routen auch über das Berliner Stadtgebiet führen. Die FDP organisiert dazu am 18. Oktober einen Informationsabend im Restaurant Tomasa in Zehlendorf an der Berliner Straße 8-8a. Beginn ist um 20 Uhr. kt

Mercedes-Benz schließt

Showroom am Kurfürstendamm

Die Mercedes-Niederlassung Berlin gibt zum Jahresende ihren Showroom am Kurfürstendamm 203 Ecke Knesebeckstraße auf. Der Mietvertrag laufe aus, sagte Sprecher Joachim Ackermann, ohne Gründe zu nennen. Anscheinend will man sich auf die große „Mercedes-Welt“ am Salzufer und die vor einem Jahr eröffnete „Mercedes-Benz Gallery“ Unter den Linden konzentrieren. Der seit 1959 bestehende Showroom am Ku’damm war 2001 vergrößert und um das Bistro „Daimlers“ ergänzt worden. Der Hauseigentümer und Filmproduzent Artur Brauner will nun seine im Frühjahr vorgestellten Pläne für zwei Theater umsetzen. Diese könnten als Ersatzstandort für das Theater und die Komödie am Kurfürstendamm dienen, sofern die Miete subventioniert werde, sagt der 92-Jährige. Zudem ist ein Hotel geplant. Ob Brauners Idee beide Bühnen rettet, die nebenan im Ku’damm-Karree liegen, scheint aber fraglich: Dort hat sich Investor Ballymore mit Intendant Martin Woelffer bereits auf einen Theaterneubau geeinigt. CD

Ex-Freund sticht Frau nieder –

Täter ist flüchtig

Eine 37-jährige Frau ist am Dienstagabend in Neukölln mit einem Messer schwer verletzt worden. Sie wurde in ihrer Wohnung von ihrem ehemaligen Lebensgefährten in der Zwiestädter Straße niedergestochen. Nach der Tat flüchtete der 33-Jährige zu Fuß in Richtung Böhmische Straße. jlu

Rechtsextreme Schläger nach

fast vier Monaten festgenommen

Staatsschützer des Landeskriminalamtes haben am Mittwoch vier Wohnungen in Marzahn-Hellersdorf und Pankow durchsucht und vier Tatverdächtige im Alter zwischen 23 und 30 Jahren festgenommen. Das Quartett soll am 27. Juni dieses Jahres in einer Tram in Oberschöneweide einen jungen Mann schwer am Kopf verletzt haben. Später verfolgten sie das Opfer, das laut Polizei immer noch in der Tram saß, mit einem Auto bis nach Hohenschönhausen. Dort sollen sie den 23-Jährigen nach dem Aussteigen erneut überfallen haben. In den Wohnungen der vier Männer beschlagnahmten Polizisten bei der Tat getragene Kleidungsstücke und Neonazi-CDs. Für die zwei Hauptverdächtigen sollen Haftbefehle beantragt werden.hah

Keine Lust zu Putzen

Junger Mörder vor Gericht

Der verurteilte Kindermörder Keith M. sollte wegen Bedrohung eines Mitarbeiters der Jugendstrafanstalt 32 Stunden Freizeitarbeit leisten. So hatte es im Juni ein Richter entschieden. Doch der 21-Jährige, der 2005 den siebenjährigen Christian aus Zehlendorf grausam umgebracht hatte, nahm die Auflage nicht so ernst und landete am Mittwoch erneut vor Gericht. „Keine Lust“, begründete er die sieben offenen Stunden, in denen er Gänge und Fenster hätte putzen sollen. Das jetzige Urteil aber wird ihn kaum beeindrucken: Der Richter verwarnte ihn. Keith M. hatte sich im Herbst 2009 während einer medizinischen Behandlung über einen Pfleger geärgert und einen rauen Ton angeschlagen. Es sei aber zu „gegenseitigen Anfeindungen“ gekommen, hieß es im Urteil. M. beschimpfte den Pfleger als „Hurensohn“ und kündigte an: „Wenn ich dich draußen sehe, schlage ich dich tot.“ Doch im Prozess um Bedrohung waren die Mittel gegen M., der zur höchstmöglichen Jugendstrafe von zehn Jahren verurteilt wurde, sehr beschränkt. Es war allerdings das letzte Mal, dass der Mörder auf Milde nach Jugendstrafrecht hoffen konnte. K.G.

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