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Geplantes Einkaufszentrum soll

nun doch kleiner werden



Potsdam - Das geplante Einkaufszentrum Drewitz-Park sollte nach Ansicht von Gutachtern kleiner werden, als bislang vom Projektentwickler geplant. Das Unternehmen „Dr. Lademann & Partner“ aus Hamburg empfiehlt in einer aktuellen Expertise die Reduzierung der Einkaufsflächen um 3400 auf dann etwa rund 36 600 Quadratmeter. Das geplante Center im Kirchsteigfeld wäre dennoch Potsdams größtes Einkaufscenter. Die Ansiedlung sei jedoch nicht mit dem städtischen Einzelhandelskonzept in Einklang zu bringen und habe auch Auswirkungen auf vorhandene Standorte, heißt es in dem Gutachten von Mitte Oktober. Vor allem Einzelhändler in Potsdam, Teltow und Ludwigsfelde müssten mit Umsatzeinbußen rechnen. Der vom Projektentwickler beauftragte Gutachter empfiehlt als Fazit dennoch den Bau des Centers. jab

Innenminister kündigt Totalumbau der Landesverwaltung an

Potsdam – Brandenburgs neuer Innenminister Dietmar Woidke (SPD) erwägt neben der Polizeireform mit drastischem Stellenabbau einen Radikalumbau der gesamten Landesverwaltung. Demnach könnte ein zentrales Landesverwaltungsamt entstehen, das die Zentralabteilungen der einzelnen Ministerien für Personal und Technik übernimmt. Nach einer Umfrage des Tagesspiegels in verschiedenen Ressorts muss Woidke mit erheblichem Widerstand der Ministerien gegen die Zentralisierungspläne rechnen. „Die Häuser wollen ihre Eigenständigkeit behalten“, sagte ein Personalrat. „Wir fühlen uns überrumpelt“, sagte ein anderer. Die Idee zum Umbau der Landesverwaltung stammt von Ex-Innenminister Rainer Speer (SPD), der auch die umstrittene Polizeireform angeschoben hatte und seinem Nachfolger Woidke überlassen musste. Hintergrund für die Pläne ist der ungeheure Spardruck. Rot-Rot will die Neuverschuldung bis 2015 auf null zurückfahren und den Haushalt wegen sinkender Solidarpakt-Gelder von derzeit rund zehn auf acht Milliarden Euro. Daher soll die Zahl der Landesbediensteten um 10 000 auf 40 000 reduziert werden. Vorbild für die Verwaltungsreform könnte Länder wie Sachsen-Anhalt oder Thüringen sein. Angesiedelt werden könnte die neue Superbehörde in Cottbus, wo die Zentrale Bezügestelle sitzt, die die Gehälter für Landesdiener abwickelt. Erste Schritte für einen Umbau gehen auch auf Speer zurück, wie etwa der zentralen IT-Dienstleister, der die Computertechnik unterhält. Beim Landesbetrieb für Bauen und Liegenschaften sind Fuhrpark und der Service für die Ministerien gebündelt. axf

Brandenburg behält Partnerschaftsbeauftragte in Polen Poznan/Potsdam – Brandenburg soll auch weiterhin zwei Partnerschaftsbeauftragte in Polen haben, kündigte Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) zum Abschluss seines dreitägigen Besuchs westpolnischer Regionen am gestrigen Freitag an. Die Verträge mit Angelika Menze in Poznan (Posen) und Heike Uhe in Wroclaw (Breslau) sollen um ein weiteres Jahr verlängert würden. Platzeck bewertete deren Arbeit als erfolgreich. So sei es etwa im Raum Poznan gelungen, das benachbarte Land Brandenburg als attraktive Tourismusregion zu vermarkten. Das zahle sich aus. Unter den ausländischen Touristen in Brandenburg stünden polnische Gäste mit einem Anteil von rund elf Prozent direkt hinter den Niederländern inzwischen weit vorn. Die beiden Partnerschaftsbeauftragten sollen Kooperationsprojekte und Kontakte zwischen brandenburgischen und polnischen Partnern unterstützen.dapd

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