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500-Kilo-Bombe in Oranienburg erfolgreich gesprengt



Oranienburg – Mit einem lauten Knall und einer weithin sichtbaren Fontäne aus Erde ist am Mittwoch eine 500-Kilo-Bombe in Oranienburg gesprengt worden. Bei der Entschärfung des Blindgängers aus dem Zweiten Weltkrieg kam es zu Verzögerungen, weil jemand kurz vor der geplanten Detonation in das abgesperrte Gebiet lief, sagte Stadtsprecher Björn Lüttmann. Für knapp sechs Stunden durften rund 4 500 Anwohner nicht zu ihren Wohnungen. Den Sperrkreis sicherten etwa 260 Einsatzkräfte von Stadt, Feuerwehr und Polizei. Die Stadt organisierte mehrere Ausweichquartiere für betroffene Anwohner, etwa in einer Kirche und in einem Kulturhaus. Mehrere Stunden lang kam auch die Schifffahrt auf dem Oder-Havel-Kanal zum Erliegen. Ob bei der Sprengung in dem Wohngebiet umstehende Häuser beschädigt wurden, konnte der Sprecher zunächst nicht sagen. Die Bewohner Oranienburgs haben Routine bei der Beseitigung von Bomben: Seit der Wende sind rund 130 Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg unschädlich gemacht worden. dapd

Eingestürztes Supermarktdach: Prozess im kommenden Jahr

Potsdam/Falkensee – Die Ermittlungen zum Einsturz eines Supermarktdaches in Falkensee (Havelland) sind nach Angaben der Staatsanwaltschaft Potsdam „weit fortgeschritten“. Im nächsten Jahr könnte es zum Prozess gegen einen Prüfingenieur und den Mitarbeiter einer Baufirma kommen. Sie stehen im Verdacht, fahrlässige Baugefährdung begangen zu haben, was mit bis zu drei Jahren bestraft werden kann. Das Dach des 1000 Quadratmeter großen Marktes war im Juli 2009 eingestürzt, allerdings erst nach Geschäftsschluss. Daher waren auch keine Kunden mehr in dem Markt, weshalb es nicht zu einem größeren Unglück gekommen war. Verletzt worden war aber der Filialleiter. Gegen den Ingenieur besteht der Verdacht, „dass er Fehler in der Konstruktion hätte erkennen müssen“, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Der Mitbeschuldigte arbeitet in einer Firma, die die Dachkonstruktion gebaut hatte. axf

Wolf in Südbrandenburg

von Auto überfahren

Spremberg – In Südbrandenburg ist ein Wolf offenbar von einem Auto überfahren worden. Eine Passantin habe den Kadaver eines dreibeinigen Tieres bereits am vergangenen Freitag an der Bundesstraße B97 nördlich von Spremberg (Spree-Neiße) entdeckt, teilte der Naturschutzbund Deutschland (NABU) mit. Der NABU setze sich seit längerem dafür ein, dass Korridore und Brücken für wandernde Wildtierarten bei der Verkehrsplanung berücksichtigt werden, erklärte Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Derzeit leben nach Angaben des Umweltamtes in der Lausitz sechs Wolfsfamilien und zwei Wolfspaare mit geschätzt 60 Tieren. Tsp

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