NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Sportbund setzt sich gegen

Missbrauch von Kindern ein

Der Landessportbund Berlin möchte effektiver gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen im Sport vorgehen. Dazu sollen rund 2000 Sportvereine eine Erklärung zum Kinderschutz unterschreiben, bislang haben diese 53 Vereine unterzeichnet. Es gebe in vielen Vereinen noch Widerstände, sagte am Donnerstag der Präsident des Landessportbunds und ehemalige Bildungssenator, Klaus Böger. Zum Teil kämen Reaktionen wie: „Was soll denn das, wir treiben doch hier Sport.“ Vor allem Übungsleiter oder Trainer hätten einen sehr nahen Kontakt zu den Jugendlichen und bei Hilfestellungen auch Körperkontakt. Wegen dieser Nähe versuchten Pädosexuelle gezielt, in Sportvereinen mitzuarbeiten. Deshalb wird laut Böger seit Mai von allen Trainern und Betreuern ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis verlangt. Außerdem werden zahlreiche Schulungen und Infoveranstaltung zu Missbrauchsproblemen angeboten. ks



Personalnot im Jugendamt:

Spandaus Bürgermeister greift durch

Der „Brandbrief“ von Mitarbeitern des Spandauer Jugendamts an Bezirksbürgermeister Konrad Birkholz (CDU) zeigt erste Wirkungen: Der Rathauschef hat Sozialamtsleiter Thomas Fischer zum kommissarischen Direktor des Jugendamtes berufen. Gleichzeitig soll der Posten beschleunigt besetzt werden. Wie berichtet ist die Position seit längerer Zeit vakant. Die Mitarbeiter hatten sich über Personalnot beklagt. Aufgaben des Kinder- und Jugendschutzes könnten nur noch unbefriedigend wahrgenommen werden. Es gelte nun, „durch ein verlässliches Führungsverhalten“ das Vertrauen zurückzugewinnen, teilte Birkholz mit. Der Bezirk steht wegen seines hohen Defizits unter einer Haushaltsperre und kann kaum Zusatzpersonal einstellen. du-

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