NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Havel-Schiffsführer wegen fahrlässiger Tötung angeklagt



Potsdam - Die Staatsanwaltschaft Potsdam hat Anklage gegen einen 47-jährigen Bootsführer erhoben. Dem Mann wird fahrlässige Tötung zweier Frauen vorgeworfen. Im Juni dieses Jahres rammte an der Einmündung des Sacrow-Paretzer-Kanals in den Schlänitzsee ein Güterschiff ein Sportsegelboot. Das knapp 80 Meter lange Schiff hatte das acht Meter lange Boot seitlich voll getroffen und sofort versenkt. Eine 42-jährige Segelbootpassagierin wurde leblos im Wasser geborgen und verstarb wenig später. Eine 62 Jahre alte Frau erlag zwei Tage nach dem Unglück in einer Klinik ihren Verletzungen. Dem Führer des Binnenschiffs werde nun „ungenügende Fahrwegsbeobachtung vorgeworfen“, sagte Staatsanwalt Ralf Roggenbuck. Verhandelt wird vor dem Amtsgericht in Brandenburg an der Havel, wo der einzige im Bundesland zuständige Schifffahrtsrichter sitzt. Aber auch gegen den Fahrer des Segelbootes werde ermittelt, er habe womöglich nicht ausreichend nach hinten geschaut. Auf Bundeswasserstraßen hat meist die Berufsschifffahrt Vorfahrt – schon weil ein Binnenschiff kaum „bremsen“ oder schnell ausweichen kann.hah

Rocker darf im Gerichtssaal

keine Hells-Angels-Kutte tragen

Potsdam - Das in einem Prozess vor dem Landgericht Potsdam verfügte Verbot von Rockerkleidung ist rechtens. In einem Eilverfahren bestätigte das Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg am Montag eine entsprechende Entscheidung des Landgerichtspräsidenten, wie das OVG mitteilte. Die Richter wiesen die Beschwerde eines Angehörigen des Motorradclubs „Hells Angels“ zurück, der als Zuschauer im Gerichtssaal seine Motorradkutte tragen wollte. In dem Prozess vor dem Landgericht müssen sich derzeit mehrere Mitglieder der „Hells Angels“ wegen des Vorwurfs der Erpressung verantworten. Der Landgerichtspräsident hatte verfügt, dass an Verhandlungstagen keine Personen mit Kleidungsstücken, die die Zugehörigkeit zu einem Rockerclub demonstrieren, das Justizzentrum betreten dürfen. Der Gerichtspräsident dürfe als Inhaber des Hausrechts Regelungen über den Zutritt zum Dienstgebäude treffen, begründete der 10. OVG-Senat seine Entscheidung. In dem Strafverfahren spiele das von einzelnen Mitgliedern der „Hells Angels“ ausgehende Bedrohungspotenzial eine Rolle, heißt es weiter. dapd

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben