NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Zoo plant Gedenktafel für von den Nazis enteignete jüdische Aktionäre

Jahrzehntelang wurde das Thema unter den Tisch gekehrt, nun will die Zoo-Leitung endlich ihrer enteigneten jüdischen Aktionäre gedenken. „Es besteht Handlungsbedarf. Bis Ende des Jahres soll eine Gedenktafel angebracht werden“, sagte Zoo-Sprecherin Claudia Bienek. Vor dem Krieg sollen 30 Prozent der 4000 Zoo-Aktien im Besitz von jüdischen Berlinern gewesen sein. Bis zum Kriegsbeginn wurden sie gezwungen, ihre Aktien weit unter Wert zu verkaufen. Ab 1939 war Juden der Zoobesuch verboten. Um die Namen der jüdischen Aktionäre zu klären, soll eine Studie in Auftrag gegeben werden. Dazu will die Zoo-Leitung Gespräche mit dem Centrum Judaicum und dem Zentrum für Antisemitismusforschung führen. Die Studie soll vom Förderverein „Berliner Zoofreunde“ finanziert werden. loy

20 Jahre Gleichstellungsgesetz:

Berlin sieht sich als Vorreiter

Wirtschafts- und Frauensenator Harald Wolf (Linke) zog am Donnerstag eine positive Bilanz der staatlichen Bemühungen um mehr Gleichberechtigung. Bei der Festveranstaltung „20 Jahre Berliner Landesgleichstellungsgesetz“ im Rathaus Schöneberg bezeichnete er Berlin als bundesweiten Vorreiter. Erst im November war das Gesetz novelliert worden. Es stellt nun höhere Anforderungen; Frauenförderung wird überall dort Pflicht, wo öffentliches Geld im Spiel ist. Da Sanktionsmöglichkeiten fehlen, geht vielen Frauenpolitikerinnen das Gesetz immer noch nicht weit genug. fk/lvt

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