NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Pro & Contra: Auch Roma-Kinder

sollen zur Schule gehen dürfen

Eine Mehrheit von 54 Prozent der Teilnehmer an unserem Pro & Contra hat sich am Wochenende dafür ausgesprochen, dass auch Kinder aus Roma-Familien ohne Meldeadresse zur Schule gehen sollen. 46 Prozent votierten dagegen. Eine Neuköllner Schule hatte es abgelehnt, Roma-Kinder bulgarischer Herkunft aufzunehmen, weil deren Eltern sich illegal in Berlin aufhalten. Der FDP-Politiker und Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Markus Löning, hatte argumentiert, dass die Kinder nicht für Rechtsverstöße ihrer Eltern bestraft werden dürften. Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD) vertrat dagegen die Ansicht, die Familien müssten aus der Illegalität heraus, bevor die Kinder die Schule besuchen könnten. Tsp

Helios Klinikum Buch

entwickelt Kinderschutzkonzept

Nach Fällen von Kindesmissbrauch durch einen Pfleger will das Helios Klinikum Buch gemeinsam mit der Organisation „Kind im Zentrum“ ein Präventionskonzept entwickeln. Die Experten des Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerkes (EJF) werden die Klinik nach eigenen Angaben bei der Aufarbeitung der Missbrauchsfälle und der Entwicklung von Präventionsstrategien unterstützen. „Unser Ziel ist es, ein Konzept zu entwickeln, mit dem wir unsere Patienten und uns künftig besser schützen können“, sagte Klinikgeschäftsführer Christian Straub. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einen Pfleger der Kinderintensivstation wegen des Verdachts des schweren sexuellen Kindesmissbrauchs in fünf Fällen. Der mutmaßliche Täter hatte sich nach seiner Verhaftung bei einem Suizidversuch schwer verletzt. Nach Bekanntwerden der Fälle im Dezember 2010 hatte das Klinikum eine Hotline für Eltern eingerichtet. Bisher seien 91 Anrufe eingegangen. Konkrete Hinweise auf weitere Missbrauchsfälle gibt es laut Kliniksprecherin bislang nicht. dapd

Senat legt Pläne für Ausbau

der Autobahn A 100 öffentlich aus

Für den geplanten Weiterbau der Stadtautobahn A 100 vom Dreieck Neukölln bis zum Treptower Park liegt jetzt der Genehmigungsbeschluss aus. Bis zum 31. Januar können die Pläne eingesehen werden – bei der Stadtentwicklungsverwaltung am Köllnischen Park 3 in Mitte sowie in den Rathäusern Neukölln und Köpenick. Nach Ende der Auslegung können innerhalb von vier Wochen Klagen eingereicht werden. Ob gebaut wird, soll erst nach den Wahlen zum Abgeordnetenhaus entschieden werden. Die Bürgerinitiative BISS sowie der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland kritisieren, dass sie durch das Vorgehen des Senats gezwungen seien, ein kostspieliges juristisches Verfahren gegen ein Projekt einzuleiten, dessen Verwirklichung völlig ungewiss sei. kt

Evangelischer Sektenbeauftragter

zum Ehrendoktor ernannt

Pfarrer Thomas Gandow, Sektenbeauftragter der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg, hat die Ehrendoktorwürde des Instituts für Theologie der weißrussischen Staatsuniversität in Minsk erhalten. Im Rahmen einer akademischen Feierstunde würdigte der russisch-orthodoxe Metropolit von Weißrussland, Philaret, die Unterstützung, die Gandow den Kirchen Osteuropas nach dem Fall des Eisernen Vorhangs im Umgang mit Sekten und neuen religiösen Bewegungen zukommen ließ. Der vor allem für seine Auseinandersetzungen mit Scientology bekannt gewordene Theologe ist seit 1978 Sektenbeauftragter seiner Landeskirche und wird voraussichtlich im kommenden Jahr in den Ruhestand treten. liw

2 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben