NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Bahn droht Ermittlungsverfahren nach Geisterfahrt einer Zweijährigen

Pritzwalk - Nachdem ein zweijähriges Mädchen vorigen Freitag zwischen Pritzwalk und Neuruppin allein in einer fahrenden Bahn saß, prüft die Staatsanwaltschaft, ob wegen Entziehung Minderjähriger ermittelt werden muss. Juristen gehen allerdings in einer vagen Einschätzung davon aus, dass dazu der Vorsatz der Bahnmitarbeiter fehle. Die Mutter der zweijährigen Marie wollte kurz vor 10 Uhr in Pritzwalk aus einem Regionalzug der Deutschen Bahn steigen und packte zuerst den Kinderwagen auf den Bahnsteig. Dann schlossen sich die Türen, der Zug mit Marie im Abteil fuhr weiter. Die Mutter hatte sich wie berichtet gleich nach der Abfahrt des Zuges an einen Bahn-Mitarbeiter gewandt, der habe jedoch auf den Fahrplan verwiesen und abgelehnt, den bereits fahrenden Zug zu stoppen. Die Bahn betonte, das Kleinkind sei während der 45 Minuten-Fahrt vom Zugpersonal betreut worden. Man untersuche, wie es zu der „Verkettung unglücklicher Umstände“ kommen konnte. Bahn-Chef Rüdiger Grube hatte sich am Wochenende bei der Mutter entschuldigt. Mutter und Kind fanden erst in Neuruppin zueinander, nachdem Polizisten mit der Mutter im Auto den Zug verfolgten.hah

Linke will Vorgänge um CDU-Spendenessen klären

Potsdam - Nach der SPD hat nun auch Brandenburgs CDU Ärger wegen eines „Spendenessens“: Am Montag forderte die Linke, dass die Bundestagsverwaltung auch einem Vorfall bei der Union nachgeht. Es bestehe der Verdacht, dass aus der Landtagsfraktion heraus Wahlkampf gemacht wurde, sagte Linke-Geschäftsführer Christian Görke. Man werde auch den Landesrechnungshof einschalten. Zu dem Essen mit Sachsens Regierungschef Stanislaw Tillich (CDU) hatte kurz vor der Landtagswahl 2009 die damalige Fraktionschefin und heutige Parteivorsitzende, Saskia Ludwig, Unternehmer geladen. SPD und Linke monieren, dass als Kontakt auf der Einladung eine Telefonnummer der Fraktion stand. CDU-Generalsekretär Dieter Dombrowski betonte, die Veranstaltung sei ein Gesprächsabend, kein Spendenessen gewesen. thm

Staatsanwalt ermittelt wegen

des Unglücks bei Karnevalsparade

Cottbus - Nach dem Unfall beim Karnevalsumzug am Sonntag ermittelt die Staatsanwaltschaft, nachdem eine Anzeige gegen unbekannt wegen fahrlässiger Körperverletzung aufgenommen worden ist. Die Dekra und das Amt für Arbeitsschutz seien eingeschaltet und ein Kabel des Senders RBB, der am Unfall beteiligte Umzugswagen und das Kabelgerüst sichergestellt worden. Der RBB, an dessen Kabel ein Karnevalswagen hängen geblieben sein soll, erklärte, man habe gegen keine Vorschrift verstoßen. Am Sonntag war ein sechs Meter hohes Kabelgerüst umgerissen worden und hatte zwölf Personen verletzt, darunter ein Kleinkind, dem es inzwischen besser geht. Bei drei noch stationär Behandelten bestehe keine Lebensgefahr.hah

20-Jähriger Rechtsextremist bei Hakenkreuzschmiererei erwischt

Königs Wusterhausen - Ein Mann ist am Sonnabend nach einer Hakenkreuzschmiererei in Königs Wusterhausen vorübergehend festgenommen worden. Der 20-Jährige sei wegen „rechtsmotivierter Taten“ bekannt, teilte die Polizei am Montag mit. Vier weitere am Tatort anwesende 17- bis 26-Jährige bekamen Platzverweise. Der betrunkene 20-Jährige soll ein Hakenkreuz an ein Mehrfamilienhaus geschmiert und gegen die Tür uriniert haben.hah

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben