NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Grüne wollen ermi

tteln lassen –

Undercover-Polizist hatte gezündelt



Die Grünen wollen Anzeige wegen Strafvereitelung im Amt gegen unbekannt erstatten – Hintergrund ist der Umgang der Behörden mit dem britischen Ex-Undercover-Polizisten Mark Kennedy, der sich in Berlin an Straftaten beteiligt haben soll. Der Staatsschützer war unter dem Tarnnamen Mark Stone in Mecklenburg-Vorpommern, Baden-Württemberg und Berlin aktiv, wobei seine Aufenthalte in der Hauptstadt laut Bundeskriminalamt (BKA) „nur der Stützung der Legende“ gedient hätten. Dabei hatte Stone bei einer Demonstration von Autonomen 2007 in Mitte einen Müllcontainer angezündet. Mindestens dieses Verfahren wurde jedoch „wegen Geringfügigkeit“ eingestellt. Der Einsatz des Agenten in der linken Szene hatte Innensenator Ehrhart Körting (SPD) in Bedrängnis gebracht. Nach Darstellung des BKA, das von der britischen Polizei 2007 über den Einsatz des Mannes vor dem G-8-Gipfel in Heiligendamm informiert worden war, sollen alle Bundesländer, in denen Kennedy aktiv gewesen ist, ausreichend benachrichtigt worden sein. Körting hatte beteuert, die Berliner Polizei sei nur vage mündlich informiert worden.hah

Nach Beschädigung werden

Stolpersteine neu verlegt

Die Empörung war groß in Schöneberg, nachdem Unbekannte im Herbst drei neu verlegte Stolpersteine in der Gleditschstraße 55 „mit brutalen Hieben“ zerstört hatten. An diesem Mittwoch nun werden die Steine neu verlegt. Sie erinnern an die jüdische Familie Traub. Tsp

Prügel-Opfer wird langsam

aus dem Koma geholt

Nach der brutalen Attacke im U-Bahnhof Lichtenberg, bei der vor knapp einem Monat der 30-jährige Maler Marcel R. von einer Gruppe Jugendlicher brutal zusammengeschlagen worden war, holen die Ärzte den Mann nun langsam aus dem künstlichen Tiefschlaf. „Nach Rückgang der starken Hirnschwellung wird zurzeit die Zufuhr starker Schmerz- und Beruhigungsmittel reduziert und die intensivmedizinische Therapie schrittweise beendet“, sagte der behandelnde Oberarzt im Unfallkrankenhaus Marzahn, Carsten Sanft. Vereinzelt könnten beim Patienten spontane Körperbewegungen beobachtet werden. Die Ärzte wollten jedoch bleibende Schäden zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausschließen. Drei Tatverdächtige sitzen in Untersuchungshaft.tabu

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