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Apotheker wegen Abrechnungsbetruges angeklagt

Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen einen Apotheker und acht Mitbeschuldigte wegen gewerbsmäßigen Abrechnungsbetruges erhoben. Sie wirft einem 66-jährigen vor, Rezepte über hochpreisige HIV-Medikamente abgerechnet zu haben, ohne die Präparate an die Patienten auszuhändigen. Mitangeklagt sind sieben Männer und eine Frau, die sich weit über den eigenen Bedarf hinaus Rezepte verschafft haben. Zur Verschleierung sollen die Mitangeschuldigten einen regelrechten „Ärzte-Tourismus“ betrieben und dem Apotheker Rezepte gegen 150 bis zu 500 Euro überlassen haben. Den Versicherungen ist ein Schaden in Höhe von rund 11 Millionen Euro entstanden. Der Apotheker sitzt seit November 2010 in Untersuchungshaft. Tsp

Testament einer Nachbarin

nach deren Tod gefälscht

Mit einem gefälschten Testament wollte sich ein Altenpfleger das Vermögen seiner Nachbarin in Höhe von 365000 Euro erschleichen. „Es war mehr als eine Dummheit“, gab der 38-Jährige am Dienstag vor dem Amtsgericht Tiergarten zu. Der Mann aus Wedding wurde wegen Urkundenfälschung und versuchten Betruges zu acht Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Der Altenpfleger hatte sich über ein Jahr lang um die alte Dame gekümmert. Sie sei nach einem Sturz sehr gebrechlich gewesen, sagte der Angeklagte. Zwischen ihnen habe sich ein fast familiäres Verhältnis entwickelt. „Sie wollte mich im Testament bedenken“, sagte der Pfleger. Mehrfach habe er der Frau geraten, alles zu regeln. Nach ihrem Tod sei ihm aufgefallen, dass es kein Testament gab. Seine Fälschung sollte ihn zum Alleinerben machen. Als er einen Erbschein beantragte, wurde der Schwindel entdeckt. K.G.

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