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Hebammen betreuen Familien

nach Geburt des Kindes noch ein Jahr



In vier Berliner Bezirken werden jetzt sogenannte Familienhebammen eingesetzt. Sie helfen nicht nur vor, während und unmittelbar nach der Geburt, sondern begleiten Familien oder Mütter bis zu einem Jahr. Finanziert wird das auf drei Jahre angelegte Modellprojekt von der Stiftung „Eine Chance für Kinder“. Bettina Wulff, Ehefrau des Bundespräsidenten und Schirmherrin der Stiftung, traf sich am Donnerstag mit Berliner Hebammen, die bereits eine Zusatzausbildung haben. In Neukölln, Friedrichshain- Kreuzberg, Steglitz-Zehlendorf und Mitte werden je drei von ihnen mit je 30 Wochenstunden eingesetzt. Sie sollen sich vor allem um sehr junge Mütter oder Familien mit Suchtproblemen und psychischen Krankheiten kümmern, in denen sich kaum eine emotionale Bindung zwischen Mutter und Kind entwickeln kann. Vernachlässigung oder Misshandlungen sind oft die Folge. Nachdem ein erster Anlauf für Familienhebammen in Friedrichshain-Kreuzberg vor zwei Jahren an der Finanzierung gescheitert war, soll es ab 2012 Bundesgelder für die Familienhebammen geben. das

Sicherungverwahrter

kommt im Mai frei

Das Landgericht hat am Donnerstag über die Fortdauer der Sicherungsverwahrung eines 42-jährigen Berliners entschieden: Er soll nach dem 17. Mai auf Bewährung und unter Auflagen freikommen. Der wegen Körperverletzung verurteilte Mann war seit 1999 in Haft – vier Jahre als Strafe, dann als Sicherungsverwahrter. Hintergrund der Entscheidung ist ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs, der gerügt hatte, dass Deutschland die Höchstfrist der Sicherungsverwahrung von zehn Jahren abgeschafft hatte. hah

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