NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Brandanschlag auf Polizeiwache: 10 000 Euro Belohnung

Nach dem Anschlag auf den Polizeiabschnitt 51 in Friedrichshain hat die Bundesanwaltschaft 10 000 Euro Belohnung ausgelobt, um die Tat aufzuklären. Die Behörde ermittelt wegen versuchten gemeinschaftlichen Mordes und weiterer Straftaten. Wie berichtet, hatten mindestens sechs Vermummte am 11. April gegen 5.30 Uhr einen Brandanschlag auf die Wache in der Wedekindstraße verübt. Sie warfen Glasflaschen mit einer brennbaren Flüssigkeit in den Eingang. Anschließend zündeten sie die brennbare Flüssigkeit mit zwei brennenden Feuerwerkskörpern an. Es entstanden mehrere, zwei Meter hohe Stichflammen. Ein Mitarbeiter einer Reinigungsfirma, der mit seiner Arbeit beginnen wollte, hielt sich direkt dort auf und geriet in Lebensgefahr; der Mann erlitt einen Schock. Nach der Tat flüchteten die Unbekannten mit Fahrrädern. Zuvor hatten sie an vier Straßenkreuzungen sogenannte Krähenfüße ausgelegt und Warndreiecke aufgestellt. Am 12. April 2011 bekannten sich die „autonomen gruppen“ zu dem Brandanschlag. Hinweise– die auch vertraulich behandelt werden können – nehmen das Bundeskriminalamt unter der Telefonnummer 536122042 und jede andere Polizeidienststelle entgegen. tabu/Tsp

Verdi weitet Streik

bei Charité-Tochterfirma aus

Der Streik bei der „Charité Facility Management“ (CFM) ist nach Angaben der Gewerkschaft Verdi ausgeweitet worden. Die Arbeitgeberseite habe bislang nicht reagiert, teilte Verdi mit. Eine CFM-Sprecherin wollte sich dazu nicht äußern. Sie bestritt aber die Gewerkschaftsangaben, wonach am Montag 600 der 2500 Beschäftigten die Arbeit hätten ruhen lassen. Die CFM erledigt Wachschutz, Krankentransporte und Reinigung. Die Beschäftigten haben keinen Tarifvertrag und werden schlechter bezahlt als im Stammhaus, einige erhalten 6,55 Euro brutto pro Stunde. In der landeseigenen Charité selbst verhandelt Verdi, nachdem vergangene Woche noch gestreikt wurde, inzwischen wieder mit der Klinikleitung. Bei der CFM wird zwar weiter gestreikt, doch Arbeiter seien durch Kündigungsdrohungen eingeschüchtert worden, hieß es bei den Gewerkschaften. Eine CFM-Sprecherin bestritt dies. Dass die Firma mehrheitlich dem Land gehört und sich einem Tarifvertrag verweigere, empört viele Gewerkschafter.hah

Kein kompletter Bestandsschutz

für große Kleingarten-Lauben

In Berlin wird es keinen generellen Schutz von Kleingarten-Lauben geben, die größer als 24 Quadratmeter sind. Ein CDU-Antrag wurde am Montag im Stadtentwicklungsausschuss abgewiesen. Laut Bundeskleingartengesetz müssen alle Lauben mit mehr als 24 Quadratmetern zurückgebaut werden. In Berlin gibt es eine Duldung von größeren Bauten, die bis 1983 im Westteil und bis 1990 im Ostteil gebaut wurden. Die CDU wollte mit dem Antrag eine Gleichstellung aller Lauben und einen Schutz von Bauten, die bis zu 60 Quadratmeter groß sind. sib

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