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Giftmüllfund auf A-100-Baugelände



Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat am Dienstag Anzeige wegen eines angeblichen Fundes von Giftmüll auf einem Baugelände für die geplante Erweiterung der A 100 erstattet. Betroffen sei das Gelände einer ehemaligen Gartenkolonie am Mergenthalerring in Neukölln, das vom Senat im Auftrag des Bundes verwaltet werde, hieß es. Dort hätten die Umweltschützer „umfangreiche Verstöße gegen Boden- und Grundwasserschutz“ festgestellt. Asbest, chemische Abfälle, Elektroschrott und Plastikmüll in geräumten Kleingärten gefährden dort demnach Boden und Wasser und damit auch „Frösche, Molche und Vögel“. Dafür trage die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung die Verantwortung. Die wegen der geplanten Stadtautobahn gekündigten Kleingärten seien seit November „schutzlos der Verwahrlosung und dem Vandalismus preisgegeben“ gewesen. Die Verlängerung der A 100 ist heftig umstritten. Das 420 Millionen Euro teure Projekt wird vom Bund finanziert; die Trasse ist 3,2 Kilometer lang. dapd

30-Jähriger starb nach Autounfall

Die Obduktion des 30-Jährigen, der am vorigen Freitag schwer verletzt auf der Karl-Marx-Straße in Neukölln gefunden worden war und wenig später starb, hat ergeben, dass ein Unfall die Todesursache war. Offenbar war er von einem Auto erfasst worden. Nun sucht die Polizei Zeugen unter Telefon: 4664 681 800. tabu

Rocker schweigt nach Mordversuch

Der in Altlandsberg niedergestochene Berliner Rocker will nicht mit der Polizei sprechen. In einer Vernehmung im Krankenhaus gab er an, er wolle zum Vorfall nichts sagen, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Der 50-Jährige war am Sonntag kurz vor Mitternacht mit Stichen in Beinen und Rücken neben seinem Auto aufgefunden worden. Trotz der lebensgefährlichen Verletzungen konnte er noch einen Bekannten per Handy verständigen, der die Rettungskräfte rief. Das Opfer gehörte jahrelang dem Motorradclub „Nomads“ der Rockerorganisation „Hells Angels“ an. Die Staatsanwaltschaft ermittelt weiter wegen versuchten Mordes.dapd

Gefängnis Heidering: 2012 Eröffnung Die letzten landespolitischen Weichen für den Gefängnisneubau Heidering südlich von Berlin sind gestellt. Am Dienstag sagte Justizsenatorin Gisela von der Aue (SPD), dass die Anstalt voraussichtlich Ende 2012 in Betrieb genommen wird. Richtfest ist im August. Der Senat hat dem Staatsvertrag mit Brandenburg über die Errichtung und den Betrieb der JVA bei Großbeeren zugestimmt. Der Vertrag regelt, dass für die Gefangenen das Berliner Vollzugsrecht und für die Berliner Bediensteten das Dienst- und Personalrecht der Hauptstadt gilt. Das Parlament muss den Vertrag noch ratifizieren. Kritik kam von den Grünen. „Der Neubau war und ist nach wie vor überflüssig“, sagte Innenexperte Dirk Behrendt. Die ständig sinkende Anzahl von Gefangenen zeige, dass keine weiteren Haftplätze nötig seien. Die Kosten für den Neubau liegen bei 118 Millionen Euro. Die Errichtung des Gefängnisses war hoch umstritten. Brandenburg hatte Berlin angeboten, statt eines Neubaus freie Plätze in vorhandenen JVAs zu nutzen. jra

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