NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Polizisten nach Aussetzen eines Krähenkükens angezeigt



Wegen des Aussetzens eines Krähenkükens in ein Waldstück in Treptow haben Tierschützer jetzt Anzeige gegen Polizisten erstattet. Das Tier sei nicht lebensfähig gewesen und wäre ohne ein Einschreiten der Vogelschützer gestorben. Polizisten waren am Montag zum Wissenschaftspark nach Adlershof gerufen worden, weil dort Nebelkrähen auf Passanten einhackten. Die Vögel wollten ein aus dem Nest gefallenes Junges gegen vermeintliche Angreifer verteidigen. Die Polizisten brachten das Tier in ein nahe gelegenes Wäldchen. Als die Tierschützer davon hörten, ließen sie sich von den Polizisten den Ort beschreiben und fanden eigenen Angaben zufolge das bereits entkräftete Tier. Es werde nun in einer Auffangstation aufgepäppelt. Die Polizei bestätigte den Eingang der Anzeige. „Als hätten wir in dieser Stadt keine anderen Sorgen“, sagte ein Beamter.Tsp

Arzt nach Drogentod von Patienten

erneut zu Haftstrafe verurteilt

Der Arzt und Psychotherapeut muss nach dem Drogentod zweier Patienten mit einer Gefängnisstrafe büßen. Das stand auch für die Richter im zweiten Prozess gegen Garri R. fest. Sie verhängten am Dienstag vier Jahre und drei Monate Gefängnis gegen den 52-Jährigen. Zudem bestätigte das Landgericht ein Berufsverbot gegen R. Die Strafhöhe liegt bei einem halben Jahr und damit geringfügig unter jener, die am Ende der ersten Verhandlung vor einem Jahr ausgesprochen und später auf Revision von R. vom Bundesgerichtshof (BGH) aufgehoben worden war. Eine Körperverletzung mit Todesfolge, wie sie die Richter im ersten Prozess sahen, stand danach auf dem Prüfstand. Es war die Frage, ob R. nicht doch fahrlässig handelte. Auf eine Bewährungsstrafe wegen fahrlässiger Tötung hatten die Verteidiger diesmal plädiert. Jetzt wurde Garri R. des vorsätzlichen Überlassens von Drogen mit Todesfolge und fahrlässiger Körperverletzung schuldig gesprochen. K.G.

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