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Weiterer Jugendlicher nach Flucht

aus Maßregelvollzug gefasst

Nach der Flucht aus dem Berliner Jugendmaßregelvollzug ist ein zweiter Straftäter gestellt worden. Der gesuchte 17-Jährige sei gefasst worden, sagte eine Sprecherin des Klinikkonzerns Vivantes am Montag. Am Sonnabend konnte bereits die Flucht eines 25-Jährigen beendet werden. Damit ist nur noch ein 21-Jähriger auf freiem Fuß. Die drei Straftäter waren in der Nacht zu Sonnabend aus einer Einrichtung des Klinikkonzerns Vivantes in der Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik geflohen. Die beiden Älteren waren wegen Drogenabhängigkeit und Beschaffungskriminalität in der Klinik für Forensische Psychiatrie untergebracht. Der 17-Jährige leidet nach Angaben des Klinikums unter anderem an einer Persönlichkeitsstörung. Er wurde im Jugendmaßregelvollzug untergebracht, weil er bei seiner Flucht aus einer Einrichtung der Jugendhilfe eine schwere Körperverletzung begangen hatte. Nach Angaben des Klinikkonzerns hatte sich das Trio für seine Flucht Zugang zu einem leerstehenden Patientenzimmer im Erdgeschoss verschafft. Dort zerstörten sie das Fensterschloss und hebelten einen Stab des Fenstergitters auf. Durch den Spalt gelangten sie ins Freie. Im Maßregelvollzug werden Straftäter untergebracht und behandelt, die nicht oder nur vermindert schuldfähig sind. dapd

Yorck-Gruppe steigt

beim Charlottenburger Kant-Kino ein

Das traditionsreiche Kant-Kino an der Charlottenburger Kantstraße wird vom 23. Juni an teilweise von der Yorck-Kinogruppe geführt, die mit zwölf Häusern der größte Berliner Kinobetreiber ist. Damit wurde ein Ersatz für das „Broadway“ gefunden, das am 22. Juni wegen eines Umbaus der Minicity-Passage an der Tauentzienstraße schließen muss. An der Kantstraße steuert die Yorck-Gruppe das Programm und Marketing. Für andere geschäftliche Belange bleibt Gerhard Groß zuständig, der das 99 Jahre alte Filmtheater mit fünf Sälen seit 2002 führt und auch das Hackesche-Höfe-Kino in Mitte betreibt. Am Arthouse-Programm mit anspruchsvoller Filmkunst ändere sich nichts, heißt es. Geplant sei aber, das Haus „sukzessive zu modernisieren“. Vorteile sieht die Yorck-Gruppe in der zentralen Vermarktung, zum Beispiel werden Rabattangebote wie die „Yorck-Karte“ auch im Kant-Kino gelten. CD

Ganz große Koalition

für den Lärmschutz an der Avus

Alle fünf Fraktionen im Abgeordnetenhaus wollen den Senat auffordern, bei der Sanierung der Avus für einen möglichst umfassenden Lärmschutz zu sorgen. Dabei geht es nicht nur um Flüsterasphalt und die Schalldämmung an der Brücke am Nikolassee, sondern auch um die „vollständige oder teilweise Abdeckung der Avus im Bereich der Troglage“. Zudem soll der Senat zwischen dem Kreuz Zehlendorf und der Anschlussstelle Spanische Allee in den Kurvenbereichen eine Geschwindigkeitsbeschränkung prüfen, heißt es in dem gemeinsamen Antrag, der am Donnerstag vom Parlament beschlossen wird. za

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