NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Fälscherwerkstatt für vergünstigte Studententickets durchsucht



Die Bundespolizei hat am Dienstag eine mutmaßliche Fälscherwerkstatt für Studienausweise und Semestertickets von Universitäten ausgehoben. Vermutlich seien dort auch entsprechende Tickets von Berliner Hochschulen hergestellt worden, hieß es. Mit diesen Karten können Studenten vergünstigt Busse und Bahnen nutzen. Die Werkstatt entdeckten die Beamten bei der Durchsuchung eines Haues im brandenburgischen Strausberg. Die Aktion erfolgte im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens gegen einen 31-jährigen Strausberger. Dieser soll schon Ende 2010 die Berliner S-Bahn mit einem gefälschten Semesterticket genutzt haben. Man habe umfangreiches Beweismaterial gegen ihn sichergestellt, teilte die Polizei mit. Der Beschuldigte muss mit einer Anklage wegen Urkundenfälschung und Betruges rechnen. cs

CDU: Bundeswehr soll an Schulen

in Tempelhof-Schöneberg werben

Nach dem Willen der Tempelhof-Schöneberger CDU sollen die Schulen im Bezirk weiterhin mit der Bundeswehr zusammenarbeiten – und den Jugendoffizieren die Möglichkeit einräumen, unter den Jugendlichen für eine Ausbildung bei der Bundeswehr zu werben. Die Fraktion wird das in der heutigen Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) beantragen. Hintergrund ist der Widerstand gegen eine solche Kooperation, der in den vergangenen Monaten in Tempelhof-Schöneberg laut geworden war: Ende März hatte sich das Robert-Blum-Gymnasium als erste Schule Berlins zur „Schule ohne Militär“ erklärt; auch der Bezirkslehrerausschuss hatte sich gegen die Arbeit der Bundeswehr an Schulen ausgesprochen. Diese „grundsätzlich ablehnende Haltung“ der Lehrer komme „einem Boykott“ gleich, was die CDU mit Befremden zur Kenntnis nehme, schreibt der Bezirksverordnete Ralf Olschewski, der den Antrag formuliert hat. Er sorge sich, welches Bild von der Bundeswehr durch eine solche Haltung vermittelt werde. kba

Volksentscheid für Offenlegung

von S-Bahn-Verträgen beginnt

Unter dem Motto „Rettet unsere S-Bahn - gegen Privatisierung und Ausplünderung“ beginnt am Freitag die Unterschriftensammlung für ein Volksbegehren zur Erhaltung der S-Bahn. Nach dem Vorbild des erfolgreichen Wassertisches fordern die Initiatoren vom S-Bahn-Tisch unter anderem die Offenlegung aller Verträge zwischen dem Land Berlin und den Betreibern der S-Bahn. Darüber hinaus spricht sich das Bündnis für den Verbleib der S-Bahn in öffentlicher Hand aus. Sprecher des S-Bahn-Tischs ist Rouzbeh Taheri, ehemaliges Berliner Landesvorstandsmitglied der Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit (WASG), die sich 2007 mit der Linkspartei/PDS zur Die Linke zusammengeschlossen hatte. dapd

Läufer im Park, Arbeiter im Tunnel: Staugefahr in Tiergarten

Wegen einer Laufveranstaltung kommt es bis Freitag zu Behinderungen im Tiergarten. 23 600 Sportler gehen bei der 5x5-km-Staffel an den Start; die Strecke führt durch den nördlichen Tiergarten. Die John-Foster-Dulles-Allee wird bis Freitag, 6 Uhr, in beiden Richtungen voll gesperrt. Abends – zwischen 18 Uhr und 23 Uhr – sind auch die Heinrich-von-Gagern-Straße und Yitzhak-Rabin-Straße nicht befahrbar. Der Tiergartentunnel ist keine Alternative: Er wird bis Freitag jeweils von 21 Uhr bis 5 Uhr aufgrund von Wartungsarbeiten gesperrt. Tsp

Gericht: Blinde Frau kann

als Heilpraktikerin arbeiten

Nur aufgrund ihrer Blindheit kann einer Heilpraktikerin nicht die Zulassung zur Ausübung ihres Berufs verwehrt werden. Sie habe zumindest Anspruch auf eine beschränkte Heilpraktikererlaubnis, wenn sie beweise, dass sie sich der aus ihrer Blindheit folgenden Grenzen und Sorgfaltspflichten bewusst sei. Das teilte das Verwaltungsgericht am Dienstag mit. Einige Krankheitsbilder ließen sich auch durch Tasten behandeln. Das Bezirksamt Lichtenberg hatte der 1971 geborenen Klägerin die Zulassung verweigert. fk

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