NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Schwangere nicht befördert:

Sony muss zahlen

Das Landesarbeitsgericht hat Sony gestern dazu verurteilt, einer Abteilungsleiterin eine Entschädigung zu zahlen, die vor knapp sechs Jahren bei einer Beförderung nicht berücksichtigt worden war. Die Frau hatte ihrem Arbeitgeber vorgeworfen, dass ihre damalige Schwangerschaft ausschlaggebend dafür war, die Stelle mit einem Kollegen zu besetzen. Das Unternehmen hatte „sachliche Gründe“ angegeben. Laut dem Gericht spricht jedoch alles dafür, „dass die Arbeitnehmerin wegen ihrer Schwangerschaft nicht befördert worden sei“. Unter anderem sei der Frau bei der Ablehnung ihrer Bewerbung gesagt worden, „sie solle sich doch auf ihr Kind freuen“. Das Gericht ging daher von einer geschlechtsspezifischen Benachteiligung aus. Das Unternehmen muss jetzt nach Angaben eines Gerichtssprechers eine Entschädigung „im unteren fünfstelligen Bereich“ zahlen. Eine Revision beim Bundesarbeitsgericht wurde nicht zugelassen. sik

Gerichtsvollzieher und Jugendämter weiten ihre Kooperation aus

Insgesamt 290 Gerichtsvollzieher in Berlin kriegen einen neuen Handlungsleitfaden, mit dessen Hilfe sie besser auf Fälle von ungenügend betreuten Kindern reagieren sollen, die sie in ihrem Arbeitsalltag beobachten. Damit wird die bislang oft informelle Kooperation zwischen Gerichtsvollziehern und Jugendämtern auf eine solide Basis gestellt. „Es ist kein neues Aufgabenfeld für Gerichtsvollzieher, vielmehr soll zum Schutze der Kinder ein Mechanismus optimiert werden“, sagte Staatssekretärin Claudia Zinke (SPD). Sieht ein Gerichtsvollzieher, dass ein Kind verwahrlost ist, kann er nun anhand einer Checkliste beurteilen, ob er das Jugendamt anrufen muss. Dafür wurde ein spezieller Meldebogen erstellt. Bei akuter Gefährdung des Kindeswohls wird die Polizei verständigt. Zinke schloss nicht aus, dass weitere Berufsgruppen wie beispielsweise Rettungssanitäter ähnliche Hilfestellungen bekommen werden.nia

Gedränge an der Wuhlheide?

Mehrheit will Bäume stehen lassen

Bei vielen Konzerten in der Wuhlheide kommt es zu Gedrängel an den schmalen Zugangsbereichen. Dafür aber ein paar Bäume abzusägen, um mehr Eingänge bauen zu können, kommt für viele Tagesspiegel-Leser nicht infrage. Bei unserem „Pro & Contra“ stimmten 86 Prozent der Teilnehmer gegen das Abholzen; im Internet waren es 55 Prozent. Wie berichtet, hatten viele der 17 000 Menschen bei einem Konzert mehr als eine Stunde für einen kurzen Weg von etwa 30 Metern dicht gedrängt angestanden, manche bekamen Panik. Tsp

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