NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Bombe in Potsdam entschärft:

Wohngebiet evakuiert

Potsdam - Eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist am Dienstag in Potsdam in der Nähe eines Wohngebiets entschärft worden. Etwa 2300 Menschen mussten dazu am Vormittag ihre Häuer verlassen, wie ein Stadtsprecher sagte. Sie konnten in den Mittagsstunden in ihre Wohnungen zurückkehren. Von der Evakuierung waren auch eine Schule und zwei Kindertagesstätten betroffen. Die 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe war bei einer regulären Kampfmittelsuche hinter der sogenannten Siedlung Eigenheim zwischen Heinrich-Mann-Allee und Michendorfer Chaussee entdeckt worden. Zur Entschärfung wurde ein Sperrkreis von 800 Metern errichtet. Den betroffenen Anwohnern war angeboten worden, sich während der Entschärfung des Blindgängers in einer Schule und einem Klinikum aufzuhalten. dapd

CCS-Gesetz: Umweltschützer

rufen zum Boykott auf

Beeskow – Gegner des geplanten unterirdischen Kohlendioxid-Speichers haben den Bundestag zur Ablehnung des geplanten CCS-Gesetzes aufgerufen. Mit der umstrittenen Technologie zur Verpressung von Kohlendioxid in der Erde drohe eine großflächige Verseuchung von Trinkwasser durch Salz und eine Schädigung der Umwelt durch giftige Schwermetalle, heißt es in einem offenen Brief von Bürgerinitiativen aus Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein, der am Dienstag in Beeskow verbreitet wurde. Das Gesetz zur Erprobung der Kohlendioxid-Lagerung soll am Donnerstagabend im Bundestag verabschiedet werden. In Brandenburg plant der Energiekonzern Vattenfall unterirdische Kohlendioxid-Speicher für das klimaschädliche Gas aus der Braunkohleverstromung. Dagegen gibt es in der Region heftigen Widerstand. epd

Aus für evangelische Oberschule

auf Hermannswerder

Potsdam - Die geplante Evangelische Oberschule auf der Insel Hermannswerder kommt nicht. Der Schulträger Hoffbauer sagte den geplanten Neubau ab. Grund seien Pläne der Landesregierung, die Finanzierung von Schulen in freier Trägerschaft massiv zu kürzen. Das Bildungsministerium bestätigte die geplanten Kürzungen, sprach aber von niedrigeren Beträgen. Die Verträge mit den Familien der 50 Kinder, die die bereits genehmigte Oberschule ab dem Herbst besuchen wollten, seien gekündigt worden, sagte der Geschäftsführer der gemeinnützigen Gesellschaft Hoffbauer, Frank Hohn. Die Eltern müssten sich nach Alternativen umsehen. Vier Lehrkräfte, die eigens für die neue Schule eingestellt wurden, würden an anderen Hoffbauer-Einrichtungen eingesetzt. Die Oberschule hätte mit knapp 20 Prozent weniger Geld auskommen müssen als geplant, sagte der Gesamtleiter Bildung und Schulen, Jürgen Kraetzig. Dies sei auch mit einem höheren Schulgeld nicht ausgleichbar. Hoffbauer betreibt 35 pädagogische Einrichtungen in Berlin und Brandenburg. Durch eine geplante Umstellung bei der Berechnung der Zuwendungen seien die freien Schulen in Brandenburg überdurchschnittlich von Kürzungen betroffen, sagte Kraetzig. Obwohl sie nur zehn Prozent der Schüler betreuten, trügen sie mit 17 Millionen fast 70 Prozent der gesamten Einsparungen. dapd

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