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Nach RTL2-Sendung: Lehrer wegen Missbrauchs angeklagt



Berlin/Burg - Ein 52-jähriger Lehrer aus Burg (Spreewald) ist wegen des Verdachts des versuchten sexuellen Missbrauchs von der Berliner Staatsanwaltschaft angeklagt worden. Gerd K. war von einem Reporterteam der RTL2-Sendung „Tatort Internet“ gefilmt worden. Der Mann hatte im Netz unter dem Chat-Namen „RainbowGerd“ Kontakt zu einem vermeintlich 13-jährigen Jungen aufgenommen und sich mit ihm im Juni vergangenen Jahres in einer Friedrichshainer Wohnung verabredet. Bei dem Jungen handelte es sich jedoch laut einem Ermittler um einen „Lockvogel“ des Fernsehteams, der in Wirklichkeit älter ist. Mit versteckter Kamera wurde Gerd K. dabei gefilmt, wie er sich nackt auszog und vor dem Kind „an seinem Glied manipulierte“, heißt es in der Anklageschrift. Sexuelle Kontakte sollen unmittelbar bevorgestanden haben, sagte Gerichtssprecher Tobias Kaehne. Bevor es dazu kam, habe ihn eine Journalistin zur Rede gestellt. Die inzwischen abgesetzte RTL2-Sendung war von Stephanie zu Guttenberg, Ehefrau des ehemaligen Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg, moderiert worden. tabu

Razzia gegen Rocker in Eberswalde und Joachimsthal

Eberswalde/ Berlin - Am frühen Freitagmorgen haben Ermittler des Landeskriminalamtes mithilfe des Spezialeinsatzkommandos zwei Wohnungen von Rockern in Eberswalde und Joachimsthal durchsucht. Die Razzia erfolgte wegen des Verdachts der räuberischen Erpressung und des Drogenhandels. Betroffen war der Ex-Chef des 2009 vom Brandenburgischen Innenministerium verbotenen Rockervereins „Chicanos MC Barnim“. Die Chicanos galten als militante Unterstützer der Bandidos, einer internationalen Bruderschaft. Der 42-Jährige hatte sich in den vergangenen Monaten ausgerechnet den Hells Angels angeschlossen, er wird derzeit als Anwärter bei deren mehrheitlich türkischer Sektion in Berlin-Reinickendorf geführt. Im Zuge der Razzia wurde in Eberswalde ein Rockertreff durchsucht, in dem ein Unterstützerverein der Hells Angels residiert. Dort seien Drogen und Messer gefunden worden. Festgenommen wurde niemand. hah

Potsdamer Obelisk wegen schwerer Schäden gesperrt

Potsdam - Der Obelisk auf dem Alten Markt ist am Freitag wegen baulicher Mängel mit einem Bauzaun abgesperrt worden – „sodass keine Gefahr von ihm ausgehen kann“, wie die Stadt Potsdam mitteilte. Bei regelmäßigen Kontrollen sei festgestellt worden, dass der Verwitterungsprozess der inneren tragenden Mauerwerksteile des Obelisken „erheblich vorangeschritten ist“. Vor allem im Bereich der schlanken Obeliskstele oberhalb des massiven Sockelteils seien zahlreiche Verkleidungsplatten aus Marmor stark gerissen. Die Obeliskstele muss nun oberhalb des massiven Sockelteils abgetragen und durch eine neue Tragkonstruktion ersetzt werden, teilt die Stadt Potsdam weiter mit. Die Sanierungsarbeiten sollen noch vor Eröffnung des Landtagsneubaus im Frühjahr 2013 durchgeführt werden. Der beinahe 20 Meter hohe Obelisk wurde 1753 bis 1755 nach einem Entwurf von Knobelsdorff erbaut. gb

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