NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Herrenloser Werkzeugkoffer

legt Bahnverkehr lahm

Wegen eines herrenlosen Werkzeugkoffers in einer S-Bahn ist es am Freitagmorgen zu erheblichen Beeinträchtigungen im Bahnverkehr gekommen. Die Strecke zwischen Südkreuz und Teltow wurde für S-Bahn, Nah- und Fernverkehr gesperrt. Der Koffer – in dem Sprengstoffentschärfer der Polizei später eine Bohrmaschine fanden – wurde am S-Bahnhof Lichterfelde Süd entdeckt. Der ICE-Verkehr Berlin-Leipzig wurde über die Stadtbahn umgeleitet. Auch Züge der Regionallinien RE 3, RE 4 und RE 5 wurden über die Stadtbahn oder Lichtenberg umgeleitet. Ein Kabeldiebstahl in der Nacht zum Freitag führte am Morgen auch bei der S-Bahn auf der Linie S 25 im Bereich Alt Reinickendorf zu Verspätungen. dapd

Vier Brandanschläge auf Autos

in Schöneberg und Charlottenburg

In der Nacht zu Freitag haben Unbekannte vier Autos in Brand gesteckt. In der Schöneberger Courbièrestraße konnte ein Zeuge die Flammen an einem Audi selbst löschen; auf dem Parkplatz eines Autohauses in der Charlottenburger Franklinstraße wurde ein VW-Polo des Ordnungsamtes angezündet. Die Flammen griffen über auf zwei daneben stehende Fahrzeuge. Tsp

RBB lehnt NPD-Wahlwerbespot

als Volksverhetzung ab

Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) wird den von der NPD eingereichten Werbespot zur Abgeordnetenhauswahl nicht ausstrahlen. Der Beitrag verstoße „offenkundig gegen geltendes Recht“, teilte der Sender am Freitag mit. Der Spot erwecke den Eindruck, dass dort genannte und gezeigte Straftaten ausschließlich von ausländischen Mitbürgern begangen würden und sei geeignet, „diesen Teil der Bevölkerung zu beschimpfen, verächtlich zu machen oder zu verleumden“. Er erfülle den Straftatbestand der Volksverhetzung. Die NPD könne bis Montag einen anderen Spot vorlegen. Linksfraktionschef Udo Wolf hatte den RBB gebeten, auf die Ausstrahlung zu verzichten.dapd

Prozess wegen wilder Schießerei

endete mit Freisprüchen

Nach der Schießerei zwischen Mitgliedern zweier Großfamilien vor neun Monaten in Neukölln sind fünf arabischstämmige Männer vom Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung freigesprochen worden. Im Prozess konnte nicht geklärt werden, wer die insgesamt 18 Schüsse abfeuerte, urteilte das Gericht am Freitag. Unklar sei auch der Grund der Auseinandersetzung geblieben. Bei dem Feuergefecht vor einem Café in der Emser Straße waren zwei Männer, darunter mit Nidal R. ein bekannter Intensivtäter, leicht verletzt worden. Der 29-Jährige hatte als Zeuge im Prozess die Aussage verweigert. Mit dem Urteil folgte das Gericht den Anträgen von Staatsanwaltschaft und Verteidigung. K.G.

Polizei holt Kind

aus verdreckter Wohnung

Das Jugendamt hat in Hellersdorf einen vernachlässigten Dreijährigen in Obhut genommen. Eine Frau hatte das Kind am Donnerstag spärlich bekleidet spielend an einem Teich entdeckt, wie die Polizei mitteilte. Hände und Gesicht waren kotverschmiert. Die Passantin ließ sich von dem Jungen zu dessen Wohnung führen und rief die Polizei. Im Kinderzimmer lagen nach Polizeiangaben Kothaufen herum, Spielzeug und Handtücher waren mit Fäkalien beschmiert. Gegen die 24-Jährige wird ermittelt. dapd

Bezirk verhängt Baustopp

am Jagdschloss Glienicke

Das Bezirksamt von Steglitz-Zehlendorf hat einen Baustopp für das Jagdschloss Glienicke verhängt. Damit wehrt sich der Bezirk gegen die Entscheidung des Senats, den umstrittenen Glaserker von Max Taut zu rekonstruieren. loy

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