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Friedlicher Protest gegen

Pro-Deutschland-Marsch



Begleitet von mehreren Hundert Gegendemonstranten zog am Sonntagvormittag die ultrarechte Gruppierung Pro Deutschland vom Potsdamer Platz zum Brandenburger Tor. Angekündigt hatte die Partei rund 1000 Teilnehmer, gekommen waren nur rund 100 Menschen, darunter ein Reisebus mit Mitgliedern der rechtsextremen Vereinigung Pro Köln aus Nordrhein-Westfalen. Das direkte Vorbeiziehen am Holocaustmahnmal untersagte die Polizei den Islamfeinden. Sie mussten auf dem gegenüberliegenden Fußweg laufen. Zu Beginn des Anti-Islam-Marsches tauchten kurz nach 10 Uhr plötzlich 20 Neonazis mit NPD-Plakaten aus dem U-Bahnhof auf, um zu der Veranstaltung zu gelangen. Die Polizei hinderte die Rechtsextremen an der Teilnahme und kesselte sie zwischen den Pro-Anhängern und der Gegenkundgebung ein. Die Proteste des Bündnisses „Rechtspopulismus stoppen“ blieben friedlich. Es gab laut Polizeiangaben keine Zwischenfälle oder Festnahmen. Die weiträumigen Sperrungen der Polizei rund um die Ebertstraße und in den Seitenstraßen sorgten bei vielen Touristen für Unverständnis. jra



Krawalle in der Rigaer Straße:

Straßenschlacht mit Polizei

Etwa 100 Leute haben am Samstagabend während eines Hoffestes in der Rigaer Straße randaliert und sich Straßenschlachten mit der Polizei geliefert. Auch in der näheren Umgebung, in der Liebigstraße, am Frankfurter Tor und in der Petersburger Straße wurde gezündelt und randaliert. Nach Polizeiangaben zündeten die Partygäste auf der Fahrbahn der Rigaer Straße nicht nur Feuerwerkskörper, sondern auch eine Mülltonne und einen Motorroller an. Einige der Unruhestifter attackierten die Polizisten mit Laserpointern und Steinschleudern. 24 Beamte wurden leicht verletzt. Die Polizei leitete 17 Ermittlungsverfahren ein, unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung. Die Unruhen dauerten laut einem Polizeisprecher von 22 Uhr bis vier Uhr morgens.

Ganz in der Nähe, in der Liebig- und der Rigaer Straße, hatten Unbekannte schon vor 22 Uhr mehrere Straßenlampen beschädigt. Die Laternen fielen aus. Am Frankfurter Tor stand gegen 2 Uhr ein Toilettenhaus in Flammen. Polizeibeamte konnten verhindern, dass der Brand auf einen Autoanhänger übergriff. Am frühen Morgen nahm die Polizei zudem einen Betrunkenen fest. Der 23-Jährige war dabei erwischt worden, wie er die Fensterfront eines Bekleidungsgeschäftes in der Petersburger Straße mit einer Eisenstange bearbeitete. las

Seniorin ignoriert Pistole am Kopf: Irritierte Räuber ergreifen die Flucht

Starke Nerven hat eine 70-jährige Frau bei einem Überfall in Marzahn bewiesen. Laut Polizei war sie am Sonntagvormittag in der Köthener Straße unterwegs, als ihr zwei Männer entgegenkamen, ihr eine Schusswaffe an den Kopf hielten und Geld forderten. Die Frau schenkte ihnen keinerlei Beachtung und setzte ihren Weg fort. Etwas irritiert folgten ihr die Täter und wiederholten das Szenario. Doch auch diesmal behandelte sie die ältere Dame – so die Polizei – wie Luft. Das brachte die Kriminellen offenbar so sehr aus dem Konzept, dass sie in Richtung S-Bahnhof Ahrensfelde flüchteten. Die Rentnerin blieb unverletzt, ihre Tochter informierte später die Polizei. das

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