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Mehr als 20 rechtsradikale Anschläge auf Linke-Bürgerbüro

Potsdam - Die Mitglieder des Bündnisses „Potsdam bekennt Farbe“ haben die rechtsradikalen Anschläge auf Gebäude der Linkspartei verurteilt. Mitte Juli wurden sowohl das Bürgerbüro des Landtagsabgeordneten Hans-Jürgen Scharfenberg als auch die Landesparteizentrale der Linken Ziel rechtsextremistischer Angriffe. Seit dem Umzug des Bürgerbüros im Juni 2004 habe es etwa 20 registrierte Anschläge gegeben. Im Bündnis „Potsdam bekennt Farbe“ sind unter anderen die Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung Potsdam vertreten. PNN

Vater der verbrannten Kinder

ins Haftkrankenhaus verlegt

Brandenburg/Havel - Der Vater der beiden in einem Auto verbrannten dänischen Mädchen ist in das Haftkrankenhaus Brandenburg/Havel überstellt worden. Gegen den 40-Jährigen liegt ein Haftbefehl wegen Mordes an seinen Kindern vor. In seinem ausgebrannten Kleinwagen im Wald nahe der Autobahn A 24 bei Nauen waren Mitte August die Leichen seiner neun und zehn Jahre alten Töchter entdeckt worden. Laut Obduktion waren die Mädchen bei lebendigem Leib fast bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. Nach einem toxikologischen Gutachten waren sie vor dem Brand mit Schlafmitteln betäubt worden. Der 40-Jährige, der offenbar bei dem Brand selbst schwer verletzt wurde, hatte zunächst angegeben, seine Kinder seien bei einem Unfall ums Leben gekommen. Die Ermittler bezweifeln diese Darstellung. Die Anklage soll in Deutschland erhoben werden. dapd

Kind verhandelte mit Einbrecher

um die Beute

Berlin - Ein Einbrecher ist zu zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Er hatte vor den Augen von zwei Kindern, 5 und 11 Jahre, Wertsachen aus einer Wohnung gestohlen. Das Amtsgericht Tiergarten sprach den 34-Jährigen des Einbruchsdiebstahls schuldig. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann im April 2009 in eine Wohnung in Mitte eingebrochen war und einen Laptop, Schmuck sowie Bargeld im Wert von insgesamt 7000 Euro gestohlen hatte. Der Angeklagte war am Morgen in die Wohnung der Diplomatenfamilie in Mitte eingebrochen. Laut seinem Verteidiger war er „selbst erschrocken, dass Kinder da waren“. Er habe ruhig mit ihnen geredet, hieß es. Der 11-Jährige habe ihn überredet, seinen Computer mit den Spielen nicht mitzunehmen. „Ich gebe dir dafür etwas anderes“, hatte das Kind vorgeschlagen und dem Angeklagten stattdessen 15 Euro gegeben. dapd

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