NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Umstrittene Imame treten bei muslimischer Anti-Gewalt-Woche auf

Berlin – „Hand in Hand gegen Gewalt“ heißt die Aktionswoche von mehr als 40 Berliner Moscheen und muslimischen Vereinigungen, die am Freitag beginnt. Im Grundsatz wird diese Reihe allseits begrüßt, Innensenator Körting (SPD) hat die Schirmherrschaft übernommen – doch nun gibt es Ärger wegen einzelner Teilnehmer. Denn einige Mitwirkende wie die Gemeinschaft „Milli Görüs“ und deren Imame werden vom Verfassungsschutz beobachtet. Das rügte am Dienstag die CDU-Fraktion im Parlament. Körting konterte, er arbeite mit allen Gruppen zusammen, so lange „nicht zu Gewalt und Terrorismus“ aufgerufen werde. dapd

Züge auf neuer Cottbus-Strecke

müssen auf Teilabschnitt bremsen

Berlin/Cottbus - Auf der für eine Geschwindigkeit von 160 km/h ausgebauten Bahnstrecke zwischen Berlin und Cottbus dürfen Züge auf einem Abschnitt von 200 Metern bei Bestensee (Dahme- Spreewald) vorerst nicht schneller als 70 Stundenkilometer fahren. Der Grund sei eine „leichte Absenkung“ der Gleise auf einem moorigen Untergrund, sagte ein Bahnsprecher. Für die vorgesehene Fahrtzeit zwischen Berlin und Cottbus sei die Geschwindigkeitsbegrenzung jedoch irrelevant. Ob das Teilstück ausgebessert werden müsse, werde geprüft. Die für 130 Millionen Euro sanierte Bahnstrecke war am Sonnabend eröffnet worden. mat

Sturz in BVG-Bus:

Mutter und Säugling im Krankenhaus

Berlin - Eine Mutter und ihr vier Wochen alter Säugling sind am Montag in einem BVG-Bus in Tiergarten schwer verletzt worden. Die 30-Jährige war mit ihrem Baby auf dem Arm gegen 19 Uhr im Bus der Linie M 48 gestürzt, als dessen Fahrerin in der Potsdamer Straße stark bremsen musste: Laut Polizei war sie in der Busspur von einem Auto geschnitten worden. Der Fahrer flüchtete. tabu

Bezirk wehrt sich gegen

rassistische NPD-Plakate

Berlin - Die rechtsextreme NPD muss möglicherweise Wahlplakate in Friedrichshain-Kreuzberg wieder abhängen. Das Ordnungsamt stellte der Partei einen entsprechenden Bescheid zu. In dem Poster mit der Aufschrift „Gas geben“ und einem zweiten Motiv mit rassistischen Karikaturen auf einem fliegenden Teppich mit dem Spruch „Gute Heimreise“, sieht die Behörde einen Verstoß gegen die öffentliche Sicherheit. Die Inhalte seien volksverhetzend. Die NPD wurde aufgefordert, die Plakate bis Dienstagabend wieder zu entfernen, sonst droht ein Zwangsgeld von 5000 Euro. Bei beiden Motiven hatten hingegen Gerichte zuletzt keine Volksverhetzung gesehen. Die NPD legte Widerspruch ein, über den am Mittwoch entschieden werden soll. jra

Falscher Kontrolleur in S-Bahn

von echten Kontrolleuren erwischt

Berlin - Ein 22-Jähriger hat sich in der S-Bahn als Fahrkartenkontrolleur ausgegeben. Wie die Bundespolizei mitteilte, war der Rangsdorfer in der S 2 zwischen Marienfelde und Buckower Chaussee unterwegs, zückte seine VBB-Kundenkarte und schaute sich die Tickets der Fahrgäste an. Als echte Kontrolleure den 22-Jährigen wiederum entdeckten, konnte dieser selbst keinen gültigen Fahrausweis vorzeigen. Der Mann wurde der Bundespolizei übergeben. Tsp

Frau fuhr bei Rot:

Vierjähriger schwer verletzt

Berlin - Eine Autofahrerin hat am Montag in Spandau einen vierjährigen Jungen angefahren und schwer verletzt. Nach Polizei-Angaben wollte der Vierjährige um 15.30 Uhr mit seiner volljährigen Schwester die Schönwalder Straße bei „Grün“ überqueren. Dabei wurde er vom Auto einer 57-Jährigen erfasst, die die für sie rote Ampel übersehen hatte. Das Kind erlitt ein Schädel-Hirn- Trauma. tabu

Senat will Informantenschutz

für Arbeitnehmer verbessern

Berlin - Der Senat will über eine Bundesratsinitiative Beschäftigte besser schützen, die Missstände am Arbeitsplatz anderen Stellen melden. Solche Arbeitnehmer dürften „nicht Gefahr laufen, deshalb den Arbeitsplatz zu verlieren“, sagte Arbeitssenatorin Carola Bluhm (Linke). Eine entsprechende Regelung soll gesetzlich verankert werden. sik

Zöllner würdigt neue Lehrer

mit einem Empfang

Berlin - In Berlin sind erstmals neu eingestellte Lehrer bei einem Empfang begrüßt worden. Die Veranstaltung am Dienstag im Audimax der HU stand im Zeichen der neuen „Anerkennungskultur“, die Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD) als Ziel vorgegeben hatte. sve

Häusliche Pflegekräfte protestieren:

Fachkräftemangel wird befürchtet

Berlin - 500 Menschen demonstrierten am Dienstag vor dem Sitz der AOK Nordost für eine Erhöhung der Pflegesätze in der häuslichen Krankenpflege um neun Prozent. Sie hoffen, damit den Fachkräfteschwund aufzuhalten. Das examinierte Krankenpflegepersonal zieht es derzeit aus der ambulanten Betreuung in die Krankenhäuser oder in andere Bundesländer, da sie dort mehr verdienen. msb

Pro & Contra: Mehrheit gegen

Raucherzimmer in Krankenhäusern

Berlin - Mit großer Mehrheit haben sich die Teilnehmer unseres Pro & Contra vom Montag gegen Raucherzimmer in Berlins Krankenhäusern ausgesprochen. 73,8 Prozent der Anrufer stimmten dagegen, 26,2 Prozent unterstützten das Ansinnen. Unsere Frage bezog sich auf die Forderung des Berliner Ärztekammerpräsidenten Günther Jonitz, den Rauchern wieder das Qualmen in abgeschlossenen Räumen zu ermöglichen. Es sei unzumutbar, dass sie selbst bei Regen und Kälte nur im Freien qualmen dürften. Tsp

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