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Ex-Makler Sommer soll

21 600 Euro Strafe zahlen

Der frühere Makler Gustav Sommer, seit den 80er Jahren einer der umstrittensten Immobilienbesitzer und -spekulanten Berlins, wurde zu einer Strafe von 21 600 Euro verurteilt. Das Landgericht sprach den 67-Jährigen am Mittwoch der Beihilfe zur Untreue schuldig. Gegen einen damaligen Verwalter, der ungerechtfertigte Überweisungen gestanden hatte, ergingen 16 Monate Haft auf Bewährung. In dem acht Monate währenden Prozess ging es um Gelder einer Weddinger Eigentümergemeinschaft in Höhe von rund 276 000 Euro. Sommer und der Ex-Verwalter hätten zwischen Ende 2003 und August 2004 ihre Stimmenmehrheit in der Eigentümerversammlung ausgenutzt. „Ich habe mich zum Strohmann von Sommer machen lassen“, sagte der Mitangeklagte. Sommer kündigte bereits Revision an. Bekannt wurde der heutige Rentner dadurch, dass er Mieter und Eigentümer von ihm geführter Häuser mit Klagen überzog. Mehrfach stand er selbst vor Strafgerichten. K.G.

Polizeigewerkschaft klagt

gegen Kennzeichnungspflicht

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) geht juristisch gegen die am 1. August eingeführte individuelle Kennzeichnungspflicht für Polizisten vor. Mit einer Musterklage beim Verwaltungsgericht soll die Einführung rückgängig gemacht werden. Geklagt werde, weil das Tragen von Identifizierungsschildern die Privatsphäre der Polizisten berühre. Das Problem sei, dass Polizisten laut der Kennzeichnungsvorschrift auch in Einsatzhundertschaften Nummern auf dem Rücken tragen müssten. Die Gewerkschaft fürchtet, dass Links- oder Rechtsextreme über die Nummern die Identität der Polizisten feststellen und „bis in die Familie hinein“ verfolgen könnten. dapd

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