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Strangulierter Junge

noch nicht vernehmungsfähig

Berlin - Die Polizei prüft weiter die Umstände des Vorfalls, bei dem sich ein neunjähriger Junge aus Plänterwald am Sonntag bis zur Bewusstlosigkeit stranguliert hat. Noch sei unklar, wie es dazu gekommen war, da das Kind noch in einer Klinik liegt und nicht vernehmungsfähig ist. Nach ersten Erkenntnissen könne es sich um ein versuchtes Tötungsdelikt oder um einen Suizidversuch handeln. Ein Unfall ist laut einem Ermittler nach derzeitigem Stand der Dinge eher unwahrscheinlich. Der Neunjährige soll mit blau angelaufenen Lippen, mit einem Gürtel von seinem Faschingskostüm stranguliert an seinem Hochbett gehangen haben, als ihn seine Mutter am Sonntagabend fand. Der Stiefvater des Jungen war Anfang des Jahres zu einer dreimonatigen Haftstrafe wegen Kindesmisshandlung verurteilt worden – er soll das Kind geohrfeigt und in den Rücken getreten haben. Ein Tatverdacht gegen den Mann liege derzeit nicht vor. „Wir müssen die Eltern noch vernehmen“, hieß es. Unklar blieb weiterhin, ob der Stiefvater zum Zeitpunkt des Vorfalls in der Wohnung war oder nicht. Ein Notarzt hatte eine halbe Stunde um das Leben des bewusstlosen Kindes gekämpft und konnte es wiederbeleben. Ob durch die unterbrochene Sauerstoffzufuhr Langzeitschäden zu erwarten sind, sei nicht abzusehen. tabu

Zirkus fremdenfeindlich attackiert:

Anklage gegen Dorfbewohner

Milmersdorf - Vor einem Jahr tobte im uckermärkischen Milmersdorf der Mob. 20 Jugendliche und Erwachsene attackierten vier Kinder eines Familienzirkus’, warfen mit Steinen und riefen fremdenfeindliche Parolen wie „Zigeunerpack“. Gegen fünf Dorfbewohner, Männer und Frauen im Alter von 17 bis 31 Jahren, hat die Staatsanwaltschaft Neuruppin nun Anklage wegen Volksverhetzung, Sachbeschädigung und Nötigung erhoben. Das bestätigte das Amtsgericht Prenzlau. Ursprünglich war gegen elf Milmersdorfer zwischen 14 und 42 Jahren auch wegen versuchter Körperverletzung ermittelt worden. Bei der Attacke war damals niemand verletzt, aber Wohnwagen und Autos der Zirkusfamilie beschädigt worden. Die Kinder im Alter zwischen 8 und 16 Jahren, deren Eltern damals unterwegs waren, erlebten Angst und Schrecken. Ihnen wurde gedroht, die Zirkustiere zu töten und Zelte abzubrennen. Unter Polizeischutz baute die Artistenfamilie ihr Lager ab. axf

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