NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Wieder Verspätungen bei der S-Bahn, keine Züge im Nord-Süd-Tunnel

Berlin/Potsdam - Bei der S-Bahn hat es auch am Freitagmorgen wieder Verzögerungen gegeben. Betroffen waren die Ringbahn und die S-Bahnlinie 7 zwischen Westkreuz und Potsdam, wie ein Bahn-Sprecher sagte. In beiden Fällen kamen die Züge nur noch im 20-Minuten-Takt. Am Mittag fuhren sie laut S-Bahn wieder regulär alle zehn Minuten. Ursache war dem Sprecher zufolge ein technischer Defekt an einer Weiche im S-Bahnhof Hermannstraße in Neukölln. Auf der S-Bahnlinie 7 sei es wegen Bauarbeiten zu Verzögerungen gekommen. Erst am Donnerstag hatte ein technischer Defekt in einem Stellwerk zu erheblichen Verspätungen im Berufsverkehr geführt. Bis Montag früh wird, wie berichtet, der Nord-Süd-Tunnel zwischen Anhalter Bahnhof und Gesundbrunnen gesperrt; betroffen sind die S-Bahnlinien S2 und S25. Es wird die Umfahrung mit der Ringbahn sowie den Linien U2, U6 und U8 empfohlen. Zwischen S-Bahnhof Gesundbrunnen und U-Bahnhof Naturkundemuseum sowie Anhalter Bahnhof und U-Bahnhof Stadtmitte fahren Ersatzbusse. S-Bahn-Telefon: 297 43 333; BVG-Telefon: 19 44 9. dapd/Tsp

Gericht: NPD-Parteitag darf

in Neuruppin stattfinden

Neuruppin - Die rechtsextremistische NPD darf ihren Bundesparteitag am Wochenende in Neuruppin abhalten. Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg entschied am Freitag, die Stadt im Nordwesten Brandenburgs müsse ihr Kulturhaus für den Parteitag zur Verfügung zu stellen. Zuvor hatte die NPD deutschlandweit bereits 85 Absagen bei der Suche nach Veranstaltungsorten erhalten. Auf dem Parteitag wird es zu einer Kampfabstimmung um den Bundesvorsitz kommen. Der sächsische NPD-Landes- und Fraktionschef Holger Apfel tritt gegen den langjährigen Vorsitzenden Udo Voigt an. Gegen den Parteitag formiert sich indes breiter Widerstand. Das Aktionsbündnis „Neuruppin bleibt bunt“ und die Landesspitzen von SPD, Linke und Grüne kündigten Proteste an. Auch Innenminister Dietmar Woidke (SPD) unterstützt dies und versprach, dass sich Fehler wie beim Polizeieinsatz im September nicht wiederholen werden, als die Räumung einer Sitzblockade gegen einen Neonazi-Aufmarsch aus dem Ruder lief. Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde reagierte mit „Verbitterung und Wut“ auf das OVG-Urteil. Die Neonazi haben sich seit 2007 die Stadt als Ort für ihre Aufmärsche und Aktionen auserkoren, die stets von Gegenaktionen begleitet waren. Tourismusverbände empfehlen nun Hotels und Pensionen in der Region, Zimmerbuchungen für das kommende Wochenende zu überprüfen, gegebenenfalls von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Teilnehmern des Parteitages die Unterkunft zu verweigern. axf

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben