NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Fast verhungertes Baby: Jugendamt will Mutter das Sorgerecht entziehen

Nachdem eine 25-jährige Mutter ihren drei Monate alten Sohn fast verhungern ließ, hat das zuständige Jugendamt in Tempelhof-Schöneberg einen Antrag auf Sorgerechtsentzug beim Familiengericht gestellt. Dies bestätigte Jugendstadträtin Angelika Schöttler (SPD). Der Zustand des Babys sei stabil. Es werde nach der Entlassung aus der Klinik, voraussichtlich am Freitag, bei einer Pflegefamilie untergebracht. Das Baby soll bereits nach der Geburt in einer Klinik an einer Magensonde angeschlossen gewesen und künstlich ernährt worden sein. Die Mutter, die aus Gelsenkirchen kommt und in Berlin nicht gemeldet war, soll das Krankenhaus vorzeitig verlassen und dann bei verschiedenen Freunden gewohnt haben. Wie berichtet, kam sie in die Sprechstunde einer Kinderärztin. Die Ärztin riet der Frau eindringlich, das Baby in eine Klinik zu bringen, wo diese aber nie erschien. Daraufhin schaltete die Ärztin die Polizei ein. tabu

Verwaltungsgericht verbietet Kurdendemonstration

Das Verwaltungsgericht hat das Verbot für die am Sonnabend angemeldete Kurdendemonstration bestätigt. Es schloss sich der Begründung der amtierenden Polizeipräsidentin Margarete Koppers an, dass die Veranstaltung eher missbraucht werden solle, um Propaganda für die verbotene kurdische Bewegung PKK zu machen, als wirklich auf kurdische Anliegen hinzuweisen. Das Verbot beziehe sich auch auf jede Art von Ersatzveranstaltung im November und Dezember in Berlin, hieß es in der Senatsinnenverwaltung. Innensenator Ehrhart Körting (SPD) sagte: „Ich bin froh, dass das Verwaltungsgericht diese Entscheidung des Polizeipräsidenten bestätigt hat. Propagandaveranstaltungen für terroristische Organisationen stehen nicht unter dem Schutz des Verammlungsrechts.tabu

Occupy-Aktivisten besetzen Washingtonplatz in Mitte

Rund 20 Aktivisten der Occupy-Bewegung haben am Mittwoch den Washingtonplatz vor dem Hauptbahnhof besetzt, um ein weiteres Camp zu errichten. Mit Zelten und Transparenten waren sie von ihrem bisherigen Hauptcamp am Bundespressestrand aufgebrochen. „Es geht uns vor allem darum, Aufmerksamkeit zu erzeugen“, sagte Johannes Ponader, der die Aktion mit geplant hat. Das neue Camp solle nicht um jeden Preis gehalten werden – im Gegensatz zu dem am Bundespressestrand. Sollte die Polizei sie dazu auffordern, würden sie den Platz räumen, sagte Ponader. Das besetzte Gelände gehört dem Land Berlin. arie

Pro & Contra: Bezirk soll Schulden

durch Inkassofirma eintreiben dürfen

Der Bezirk Marzahn-Hellersdorf will seine ausstehenden Forderungen an eine private Inkasso-Firma verkaufen. Es geht um Außenstände von mehr als 260 000 Euro, die der Bezirk für uneinbringbar hält. Dass künftig private Geldeintreiber bei Gläubigern der öffentlichen Hand vor der Tür stehen, halten 50,4 Prozent der Teilnehmer an unserem Pro & Contra vom Montag für unproblematisch. 49,6 Prozent sind dagegen der Meinung, der Bezirk solle seine Forderungen nicht an private Inkassofirmen abtreten. Tsp

Drogenhändler mit Rauschgift

im Wert von 55 000 Euro erwischt

Einen mutmaßlichen Drogenhändler hat die Polizei am Dienstag in Reinickendorf festgenommen. Die Beamten fanden in der Wohnung des 43-jährigen Mannes in der Conradstraße vier Kilo Amphetamin und 1,3 Kilo Marihuana sowie eine hohe Menge Bargeld. Laut Polizei hat das Rauschgift einen Wert von 55 000 Euro. Polizei und Staatsanwaltschaft waren dem 43-Jährigen schon seit längerer Zeit auf der Spur. Am Mittwoch sollte ein Haftbefehl gegen den Mann erlassen werden. bjs

Ohne Führerschein mit dem Auto

zur Gerichtsverhandlung

Ein Mann, der am Dienstag ohne Führerschein mit dem Auto zu einer Gerichtsverhandlung fuhr, ist ausgerechnet von den beiden Polizisten ertappt worden, die den 40-Jährigen bereits im Januar wegen Fahrens ohne Führerschein und Trunkenheit am Steuer erwischt hatten. Die als Zeugen geladenen Beamten erkannten ihn bei der Anfahrt am Gerichtsgebäude und nahmen ihm die Autoschlüssel wieder ab. dapd

Mann stirbt bei Sprung

aus brennender Wohnung

Ein Mann ist beim Sprung aus seiner brennenden Wohnung ums Leben gekommen. Wie die Feuerwehr am späten Mittwochabend mitteilte, war der Brand aus noch ungeklärter Ursache in der im neunten Stock gelegenen Wohnung in der Baikalstraße in Friedrichsfelde ausgebrochen. Es sei ein Sprungpolster vorbereitet worden, in das der Mann sprang. Leider habe er sich dabei so starke Verletzungen zugezogen, dass er starb. Gegen 22.30 Uhr war das Feuer in der Wohnung, die sich in einem 18-Heschossigen Hochhaus befindet, unter Kontrolle. 50 Feuerwehrleute waren im Einsatz. ac

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