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Gedenkort für NS-Zwangslager

für Sinti und Roma wird eingeweiht



Am ehemaligen NS-Zwangslager für Sinti und Roma in Marzahn wird am Sonntag ein Gedenkort eingeweiht. Die zehn Ausstellungstafeln am Otto-Rosenberg-Platz werden über die Geschichte des Lagers informieren und an das Schicksal der dort internierten Menschen erinnern. Finanziert wurde der „Ort der Erinnerung und Information“ von Senat und Bezirk. Auf dem Gelände in der Nähe des S-Bahnhofes Raoul-Wallenberg-Straße betrieben die Nazis zwischen 1936 und 1945 den sogenannten „Zigeunerrastplatz Marzahn“. Im Juli 1936 wurden etwa 600 Sinti und Roma aus ganz Berlin in das Zwangslager gesperrt und mussten dort in Baracken und Wagen leben. Die meisten von ihnen wurden von 1942 an nach Auschwitz deportiert und dort getötet. Unter den wenigen Überlebenden war Otto Rosenberg, der Vater der heutigen Landesverbandsvorsitzenden Petra Rosenberg und der Schlagersängerin Marianne Rosenberg. Das Lager wurde 1944 bei einem Bombenangriff weitgehend zerstört und geriet nach dem Krieg in Vergessenheit. Auf dem benachbarten Parkfriedhof Marzahn sind etwa 100 Sinti und Roma begraben, die in dem Lager ums Leben gekommen waren. epd

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