NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Razzia bei Fotografen wegen

Neonazi-Bildes im Internet

Berlin - Am Dienstag haben Polizisten die Wohnung eines freiberuflichen Fotografen in Berlin durchsucht. Florian K. soll offenbar einen bekannten Neonazi bei einer Kundgebung fotografiert haben. Dieses Bild war im Internet zugänglich und landete später auf einer linken Seite. Die Polizei geht von einem Verstoß gegen das sogenannte Kunsturheberrechtsgesetz aus, was bedeutet, dass der Fotograf eventuell das Recht aufs eigene Bild des Neonazis verletzt haben könnte. Bei K. wurden Kameras und Computer beschlagnahmt, ihm wurden Fingerabdrücke abgenommen. Kritiker der Aktion verweisen darauf, dass auf einer Berliner Neonazi-Website ungestört rund 100 Personen, unter ihnen ein Tagesspiegel-Reporter, als „Feinde“ geführt werden. Schon 2007 hatte sich die Berliner Polizei in einem vergleichbaren Fall rechtfertigen müssen: Ohne dass die betroffenen Rechtsextremen selbst Anzeige erstattet hatten, ermittelten Beamte mit ähnlicher Begründung gegen Fotografen.hah



Pro & Contra: Große Mehrheit für Alkoholverbot in Bussen und Bahnen

Berlin - Mit überwältigender Mehrheit haben sich die Tagesspiegel-Leser, die an unserer Pro & Contra-Umfrage am Montag teilnahmen, für ein Alkoholverbot in Bussen und Bahnen ausgesprochen. 97,7 Prozent der Anrufer unterstützten das Anliegen, nur 2,3 Prozent votierten dagegen. Wie berichtet, überlegt die neue rot-schwarze Koalition, eine gesetzliche Grundlage für ein solches Verbot zu schaffen. Bislang kann die BVG nur mittels ihres Hausrechtes gegen Alkoholtrinker vorgehen. In Hamburg, München und Nürnberg ist Alkohol in öffentlichen Verkehrsmitteln schon untersagt.cs

Über 50 000 Schüler besuchen

den Lebenskundeunterricht

Ein leichter Rückgang beim christlichen Religionsunterricht und ein Zuwachs bei der Lebenskunde des Humanistischen Verbandes – das sind die Haupttrends im aktuellen Schuljahr. Bei fast stabilen Gesamtschülerzahlen stieg die Teilnehmerzahl beim Lebenskundeunterricht auf 51 200 (2010/11: 49 200). Der Evangelische Unterricht verlor rund 1500 Teilnehmer und liegt jetzt bei 78 800. Dagegen gibt es nach Angaben des Evangelischen Konsistoriums Zuwächse in Brandenburger Schulen. Möglicherweise hänge beides mit dem Umzug junger Familien in den „Speckgürtel“ zusammen. Die Katholische Kirche unterrichtet aktuell 24 700 Kinder (2010/11: 25020). Bei der Islamischen Föderation ist kaum Bewegung: Ihren Unterricht besuchen 4880 Schüler (2010/11: 4830). sve

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben