NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Staus kosten die BVG

vier Millionen Euro im Jahr



Staus durch Baustellen, in denen auch Busse und Straßenbahnen stecken bleiben, führen nach einer Schätzung der BVG zu Kosten in Höhe von rund vier Millionen Euro pro Jahr. Pro Tag betrage die „Fahrzeitverzögerung“ derzeit etwa 15 000 Minuten, teilte Verkehrssenator Michael Müller (SPD) auf eine Kleine Anfrage der Linken mit. Zugenommen hat Müller zufolge vor allem die Dauer der Bauarbeiten: 2008 waren es zusammengezählt 28 412 Tage, 2010 dagegen 43 923, was einer Zunahme um 54,56 Prozent entspricht. Für 2011 gibt es noch keine abschließenden Zahlen, doch sei erneut mit einer Steigerung zu rechnen. Auch für das nächste Jahr gibt es ein umfangreiches Baustellenprogramm, das auch wieder die BVG behindern wird. Einen Großstau verursacht sie aber selbst. Wegen des Baubeginns für den Bahnhof Unter den Linden der U 5 zwischen Alex und Brandenburger Tor muss die U 6 voraussichtlich vom 1. Juli 2012 bis zum 31. Oktober 2013 zwischen Friedrichstraße und Französischer Straße unterbrochen werden. Um einen Bus-Ersatzverkehr einrichten zu können, will die BVG durch den gesperrten Abschnitt der Wilhelmstraße vor der englischen Botschaft fahren, was die Innenverwaltung prüfen will. kt

Raubüberfall auf 68-Jährige:

Haftstrafe für Fußballfan

Für eine damals 68-jährige Verkäuferin war es bereits der neunte von zehn Raubüberfällen in ihrem Leben: Weil er Geld für ein Fußballspiel am Abend brauchte, hatte Patrick G. 2010 in dem Tabakgeschäft in Reinickendorf ein Messer gezogen und Geld aus der Kasse gefordert. Er erbeutete rund 550 Euro. Das Landgericht verurteilte den 23-Jährigen jetzt zu drei Jahren und drei Monaten Haft. Ein Fingerabdruck auf einer Zeitschrift hatte die Ermittler auf die Spur des Reinickendorfers gebracht. Wortkarg gestand er den Überfall: „Abends war Länderspiel, die Wohnung musste renoviert werden, den Rest gab ich meiner Freundin“, sagte der arbeits- und berufslose Mann. Er lebe von Hartz IV, weil er „keinen passenden Job“ gefunden habe. Die Verkäuferin erkannte ihn wieder. Sie versuche, alles zu verdrängen, sagte die inzwischen 70-Jährige. Trotzdem: Wenn sie in ihrem Geschäft stehe, habe sie „immer Angst, es kommt wieder einer rein“. K.G.

Unter Drogen stehender Autofahrer gleich zwei Mal erwischt

Ein unter Drogen stehender Autofahrer ist in Prenzlauer Berg von der Polizei gleich zwei Mal erwischt worden. Der 38-Jährige war zunächst am Mittwoch in der Bornholmer Straße kontrolliert worden. Seine Hände zitterten stark und die kleinen Pupillen fielen auf – ein Drogentest verlief positiv. Nach einer Blutentnahme wurde dem Mann die Weiterfahrt untersagt. Knapp drei Stunden später wurden die Beamten in der Wisbyer Straße erneut auf das bereits kontrollierte Auto mit dem 38-Jährigen aufmerksam. Er bekam eine weitere Ordnungswidrigkeitsanzeige und musste die Schlüssel abgeben. dapd

Holzhütte am Occupy-Camp

darf vorerst stehen bleiben

Die umstrittene Holzhütte auf dem ehemaligen Gelände des Bundespressestrandes darf vorerst stehen bleiben. Wie die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben als Grundstückseigentümer und der Eigentümer der Holzaufbauten, Erich Stanke, übereinstimmend sagten, wird auf einen Abriss bis zum Jahresende verzichtet. Darauf hätten sich beide Seiten geeinigt. Stanke hatte die Hütte im November auf einer Auktion des Pressestrandes ersteigert. Auf dem Gelände will das Bundesministeriums für Bildung und Forschung bauen. dapd

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