NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Brände bei der U-Bahn durch Kurzschluss und Müll verursacht



Die BVG hat nach eigener Auskunft die Ursache der beiden Brände im U-Bahnnetz vom Wochenende ermittelt. Sowohl für den Vorfall am Rathaus Steglitz am Freitag als auch an der Möckernbrücke am Sonntag könne ein Defekt an Kabelanlagen oder Fahrzeugen ausgeschlossen werden. Der Schwelbrand bei der U 9 in Steglitz sei vermutlich „durch einen leitenden Fremdkörper“ verursacht worden, der sich an einem Stromabnehmer verfangen und einen Kurzschluss ausgelöst hatte. Der enorme Qualm sei entstanden, weil Kabelisolierungen schmorten. Bei dem kleinen Brand am Sonntag habe vermutlich eine Zigarettenkippe oder ein elektrischer Lichtbogen Plastikmüll entzündet. obs

Vier Verletzte durch gefährliche Flüssigkeit in Steglitzer Hausflur

Chemiealarm in einem Steglitzer Wohnhaus an der Albrechtstraße: Ein Kind, eine Frau und zwei Polizisten erlitten dort am Dienstag starke Reizungen der Atemwege durch eine beißend riechende, braune Flüssigkeit, die Unbekannte auf einem Treppenabsatz verschüttet hatten. Polizei und Feuerwehr waren von Hausbewohnern alarmiert worden. Laut Polizei rückten 30 Einsatzwagen an, darunter Spezialkräfte im Schutzanzug. Sie nahmen Proben und brachten diese ins kriminaltechnische Labor. Eine Schnellanalyse ergab, dass die Flüssigkeit Butyldiglykol enthielt, ein stark ätzendes Lösungsmittel. Die Beamten, die Frau und das Kind, die sich zu Beginn des Einsatzes noch im Treppenhaus aufhielten und dem Geruch ausgesetzt waren, wurden im Krankenhaus ambulant behandelt. Neun Bewohner wurden mit leichteren Symptomen vor Ort von einem Notarzt betreut. cs

Verwirrung um Einstellung

von 350 neuen Lehrern

Die für Februar geplante Einstellung von 350 neuen Lehrern wird unter Bildungsfachleuten kontrovers diskutiert. Während die Vorsitzenden der Gewerkschaft GEW am Dienstag bezüglich der aktuellen Stellenbesetzungen mitteilten, dass „nach derzeitigem Stand alle durch die Schulen angeforderten Stellen besetzt werden können“, hatte der Vorsitzende der GEW-Schulleitervereinigung, Paul Schuknecht, einen anderen Eindruck. „Ich habe vier Stunden bei den Castings gesessen und niemanden bekommen“, lautete die Bilanz für seine Sekundarschule. Zwei Drittel der Bewerber seien „auf Gymnasien fixiert“. Die GEW erneuerte am Dienstag ihre Forderung an den Senat, die Junglehrer besser zu stellen, um sie in Berlin zu halten. Auch die Betroffenen meldeten sich zu Wort: Unter der Bezeichnung „Berlin bilder!“ haben sie eine weitere Vereinigung gegründet, die für bessere Arbeitsbedingungen streitet. Bei der ersten Zusammenkunft im Menzel-Gymnasium (Tiergarten) seien 120 angestellte Lehrer von 55 Schulen erschienen, berichtete Sprecher Florian Bublys. Anders als die Initiative „Verbeamtung jetzt“ verlangt die neue Vereinigung nicht kategorisch den Beamtenstatus, aber eine vergleichbare Behandlung der Angestellten. sve

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben