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Verfassungsschutz befürchtet Gewalt zwischen Kurden und Türken

Der Verfassungsschutz warnt vor Gewalt zwischen Kurden und Türken in Berlin. Man müsse damit rechnen, dass der Konflikt zwischen nationalistischen Türken und linken Kurden eskaliere, erklärte die Berliner Verfassungsschutzchefin Claudia Schmid am Mittwoch. Kenner der Szenen meinen hingegen, eine neue Qualität sei nicht zu erkennen. Kürzlich hatten Unbekannte einen Brandanschlag auf das Vereinslokal rechter Türken im Wedding verübt. Man beobachte die Entwicklung aufmerksam, sagte der neue Vorsitzende des Verfassungsschutzausschusses, Benedikt Lux (Grüne), sehe aber keinen akuten Bedarf, mehr Maßnahmen durchzusetzen als ohnehin schon liefen.hah

Überfall im Fahrstuhl: 25-Jährige

mit Hammer verletzt

Eine 25-jährige Frau ist am Dienstag von einer Unbekannten mit einem Hammer niedergeschlagen und beraubt worden. Laut Polizei stiegen beide Frauen gegen 21 Uhr in den Lift eines Hauses an der Schmidstraße. Während der Fahrt schlug die Unbekannte plötzlich zu und entriss ihrem gestürzten Opfer die Handtasche. Die 25-Jährige erlitt eine Kopfplatzwunde und Handverletzungen. tabu

Berliner Neonazis

sind auch in Schweden aktiv

Die einschlägig bekannte Neonaziseite im Internet, auf der rund hundert Berliner als „politische Feinde“ geführt werden, wird offenbar nicht zufällig von einem Schweden betreut. Nach Tagesspiegel-Informationen steht formal der in Dänemark wohnende Schwede Christian K. hinter dem rechten Portal. Ihm werden gute Kontakte zu jener Berliner Clique nachgesagt, die Beobachtern zufolge die Steckbriefe von Politikern, Linken und Journalisten erstellt. Etwa 15 Personen sollen dem deutschen Netzwerk um die Seite zuzurechnen sein. Sie gehören zum Spektrum militanter Kameradschaften, sogenannter Autonomer Nationalisten. Einige von ihnen sind vor wenigen Wochen bei einem Neonazimarsch in Stockholm aufgefallen. Experten forderten, den Druck auf die Betreiber der Seite zu erhöhen. Am Mittwoch ist im Verfassungsschutzausschuss des Abgeordnetenhauses darüber gesprochen worden. Ein Sprecher von Innensenator Frank Henkel (CDU) sagte, alle zuständigen Stellen hätten die Seite im Blick.hah/jra

Zündelei nach einer Party:

Haft für Autobrandstifter

Zwei Monate nach einer Autobrandstiftung, bei der acht Fahrzeuge beschädigt wurden, ist ein 22-jähriger Mann aus Pankow zu zwei Jahren und vier Monaten Gefängnis verurteilt worden. Ein 23-jähriger Mitangeklagter erhielt am Mittwoch zwei Jahre Haft auf Bewährung. Die Männer kamen in der Nacht zum 4. November von einer Geburtstagsfeier, als sie einen Feuerwehreinsatz wegen eines brennenden Autos beobachteten. Sie seien spontan auf die Idee gekommen, auch einen Wagen anzuzünden, gestand der 23-Jährige. Beide zündeten Rücksitze eines VW-Transporters an. Das Feuer griff auf weitere Autos über. K.G.

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