NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Bischof Dröge: Friedrich der Große war bei Juden wenig tolerant

Berlin/Potsdam - Der Bischof der evangelischen Kirche Berlin, Brandenburg und schlesische Oberlausitz, Markus Dröge, hat anlässlich des 300. Geburtstages von Friedrich dem Großen vor einer Glorifizierung des Königs gewarnt. Juden gegenüber sei dieser weniger tolerant gewesen als gegenüber den französischen Einwanderern. Die Juden hätten nicht dieselben Rechte gehabt und ihren Wohnort nicht frei wählen dürfen. Dröge kritisierte auch Friedrichs Haltung zur Religion. Dessen Forderung, jeder solle „nach seiner Fasson selig werden“, sei weniger ein Ausdruck von Toleranz gewesen, sondern „ein Zeugnis von Gleichgültigkeit gegenüber den religiösen Bekenntnissen“, kritisierte der Bischof. Echte Toleranz dürfe nicht mit Gleichgültigkeit verwechselt werden. KNA

Zimmerbrand in Spandau:

Mann stirbt durch Rauchvergiftung

Berlin - Bei einem Zimmerbrand in einem Mehrfamilienhaus am Spandauer Glacisweg ist am späten Samstagabend ein Mieter durch eine Rauchgasvergiftung ums Leben gekommen. Das Feuer brach aus noch ungeklärter Ursache in einer Wohnung in der dritten Etage aus. Nachbarn alarmierten die Feuerwehr, nachdem sie Brandgeruch im Treppenhaus wahrgenommen hatten. Das Feuer war nach einer Stunde gelöscht. cs

Auto reißt bei Unfall

15 Meter lange Mauer um

Wildberg - Ein Auto hat bei einem Verkehrsunfall in Wildberg im LandkreisOstprignitz-Ruppin eine 15 Meter lange Mauer zum Einsturz gebracht. Der Wagen kam laut Polizei am Freitagabend von der Straße in Richtung Kyritz ab, stieß gegen einen Torbogen und krachte in eine Mauer. Der 56 Jahre alte Fahrer blieb unverletzt. Nach ersten Ermittlungen ereignete sich der Unfall, weil sich während der Fahrt die Kraftstoffleitung des Wagen gelöst hatte. Diesel habe sich über die Reifen verteilt und das Auto ins Rutschen gebracht. dapd



Schüler führen auf Rundgängen

zu Stolpersteinen

Potsdam - Schüler der Potsdamer Voltaire-Gesamtschule führen interessierte Potsdamer und Touristen auf den Spuren der jüdischen Vergangenheit durch die Stadt und erzählen an etlichen Stolpersteinen die Biografien der von Nazis deportierten jüdischen Bewohner. Auf dieses neue Stadtführungsangebot weist die Jugendverwaltung im Rathaus hin. Informationen gibt es an der Schule unter der Telefonnummer 0331-2898000. Die Stolpersteine werden vor den Wohnhäusern der Opfer verlegt. dapd

Brandenburgs Gefängnisse sind zu einem Drittel unbelegt

Potsdam - Mehr als ein Drittel der Haftplätze in Brandenburgs Gefängnissen waren Ende 2011 nach Angaben von Justizminister Volkmar Schöneburg (Linke) nicht belegt. Am 30. November waren in den Haftanstalten 1365 Strafgefangene registriert. Insgesamt verfügen die sechs märkischen Justizvollzugsanstalten über 2123 Haftplätze. Am größten ist der Leerstand in der Haftanstalt Cottbus-Dissenchen. Dort ist fast die Hälfte der 600 Haftplätze frei. dapd

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