NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Roma-Kinder erhalten

Unterricht in Lerngruppen



Der Schulunterricht von Roma-Kindern war am Donnerstag Thema im Parlament. Anlässlich einer Fragestunde erklärte Bildungsenatorin Sandra Scheeres (SPD), die Beschulung von Roma-Kindern finde „in der Regel“ in Lerngruppen mit maximal zwölf Kindern statt. Dort erhielten die Kinder Sprachförderung und Sachunterricht. Rund 270 Flüchtlinge leben in Berlin, darunter viele Kinder. Laut UN-Kinderrechtskommission haben alle Kinder, die sich ohne festen Wohnsitz, illegal oder ohne Freizügigkeitsbescheinigung hier aufhalten, das Recht auf den Besuch öffentlicher Schulen. Dazu zählen auch Kinder aus Roma-Familien. „Das Ziel ist, diese Kinder so schnell wie möglich in Regelklassen zu integrieren“, sagte Scheeres. Lerngruppen würden „bei Bedarf“ gebildet, je nachdem wie sich die Zuzüge entwickelten. Scheeres äußerte sich auch zu dem Brandbrief, in dem das Kollegium der Reinickendorfer Hermann- Schulz-Grundschule kürzlich die Bildungsverwaltung um Hilfe gebeten hatte, weil der Unterricht für die wachsende Zahl der nichtdeutschsprachigen Roma- Kinder nicht gewährleistet werden könne. Scheeres sagte, dass es sich in diesem Fall um ein Kommunikationsproblem gehandelt habe. Die Schule habe bereits Zusagen für Lerngruppen erhalten. sib

Neuwahl der Migrantenvertreter

im Berliner Integrationsbeirat

Die Wahl der Migrantenvertreter im Berliner Integrationsbeirat muss wiederholt werden. Zwei Einwanderervereine hatten die Entscheidung vom 5. Dezember angefochten. „75 Prozent aller Vereine hatten an der Wahl teilgenommen“, sagte Integrationssenatorin Dilek Kolat (SPD) in der Fragestunde. Auf die Frage, ob es ein gestörtes Vertrauensverhältnis zwischen Senat und Integrationsbeirat gebe, sagte Kolat: Die Stimmung sei „sehr positiv“. Bei der Wahl waren Unstimmigkeiten bei der Registrierung der Wahlberechtigten von 105 Berliner Migrantenvereinen aufgetreten. Die Wahl findet am 3. Mai statt. sib

Zwölf Brennstofftransporte

durch Berlin seit dem Jahr 2000

In Berlin wurden seit dem Jahr 2000 „in unregelmäßigen Abständen“ Brennstoffelemente des Forschungsreaktors BER durch Berlin transportiert. In neun Fällen seien es „unbestrahlte“ Elemente gewesen, teilte Stadtentwicklungssenator Michael Müller (SPD) am Donnerstag mit. In drei Fällen seien „strahlende“ Elemente in die USA transportiert worden. Die Brennelemente hätten durch vorherige Lagerung einen „großen Teil der Aktivität“ abgebaut. sib

59-jährige Beifahrerin

an Unfallstelle wiederbelebt

Bei einem schweren Verkehrsunfall in Siemensstadt hat am Mittwoch eine 59-Jährige lebensgefährliche Verletzungen erlitten. Ihr 70-jähriger Ehemann saß am Steuer und wollte um kurz vor 19 Uhr vom Siemensdamm links in die Ohmstraße einbiegen. Dabei übersah er laut Polizei einen entgegenkommenden Mercedes, der frontal in die Beifahrerseite fuhr. Der Wagen schleuderte gegen zwei parkende Fahrzeuge. Die Beifahrerin erlitt schwerste Verletzungen und wurde an der Unfallstelle wiederbelebt. Die Fahrer erlitten leichte Verletzungen. tabu

Familiengeschäfte: Brüder lagerten kiloweise Marihuana auf Dachboden

In Gesundbrunnen haben Arbeiter am Mittwoch 27 Kilogramm Marihuana entdeckt. Die Dachdecker wollten morgens mit Arbeiten in der Drontheimer Straße beginnen, als sie auf dem Dachboden mehrere mit Marihuana gefüllte Taschen entdeckten. Sie riefen die Polizei. Wenig später kam ein 14-Jähriger die Treppen hoch, der die eingetroffenen Zivilpolizisten nicht bemerkte. Er bat die Dachdecker, noch ein wenig mit dem Arbeitsbeginn zu warten, da vom Dachboden noch etwas entfernt werden müsse. Kurz darauf kam der 28-jährige Bruder des Jugendlichen, der sich mit Geld für das Warten erkenntlich zeigen wollte. Als er nach den Taschen griff, nahmen die Zivilbeamten ihn und den 14-Jährigen fest. Die Drogen sowie das Zubehör einer Indoorplantage wurden beschlagnahmt. Während der Wohnungsdurchsuchungen bei den Festgenommenen sowie ihres dritten Bruders, 32, fand die Polizei eine scharfe Pistole mit Munition, ein sogenanntes Würgeholz und einen größeren Geldbetrag. Gegen den Vater der Brüder – der 28-Jährige war übrigens im offenen Vollzug – wird wegen Bestechung ermittelt, weil er laut Polizei den Beamten Geld geboten hatte, damit diese den Waffenfund „unter den Tisch fallen lassen“. tabu

Offenbar psychisch Kranker

griff Frau auf S-Bahnhof an

Ein geistig Verwirrter hat am Mittwoch auf dem S-Bahnhof Schöneberg eine 63-Jährige angegriffen. Zeugen berichteten, dass der 51-Jährige gegen 11.20 Uhr versuchte, einen jungen Mann aus Kreuzberg mit Schlägen und Tritten zu attackieren. Als das nicht gelang, riss er die 63-jährige Frau zu Boden. Er schlug und trat auf sie ein. Reisende eilten der Frau zur Hilfe und überwältigten den Angreifer. Eine Streife der Bundespolizei nahm den Mann aus Görlitz vorläufig fest. Er ist bereits bei der Polizei bekannt. Ein Arzt wies den Mann in die Psychiatrie ein. tabu

Nach Angriff auf Obdachlosen

stellen sich fünf 14-Jährige

Nach dem Angriff auf einen Obdachlosen in Moabit (der Tagesspiegel berichtete) haben sich fünf 14-Jährige bei der Polizei gestellt und die Tat zugegeben. Sie hatten am Sonntag imFritz-Schloss-Park gegen die Bretterhütte des 71-jährigen Mannes Steine und Stöcke geworfen, wie ein Polizeisprecher am Donnerstag mitteilte. Gegen die Jugendlichen wird nun unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen kamen sie wieder auf freien Fuß. dapd



Diplomatenauto versperrt Schwerlasttransport die Route

Ein Schwerlasttransporter, der eine Turbine zum Westhafen transportieren sollte, konnte gestern Abend nicht pünktlich losfahren. Ein im absoluten Halteverbot stehendes Fahrzeug versperrte die genehmigte Route durch die Turmstraße. Laut Polizei gehörte das Auto einem indonesischen Diplomaten, daher konnte man es nicht umsetzen. „Laut Wiener Abkommen über diplomatische Beziehungen dürfen wir das nur bei Gefahr für Leib und Leben tun“, sagte ein Sprecher. das

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