NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Urteil: Immobilienfirma Grüezi

muss Schadensersatz zahlen

Berlin - Das Landgericht hat die Firma „Grüezi“, die in Geschäfte mit Schrottimmobilien verwickelt sein soll, auf Schadensersatz wegen Falschberatung zur Zahlung von 97 900 Euro verurteilt. Der Käufer hatte einen Kredit in Höhe des Betrags aufgenommen und eine Wohnung in Schöneberg für 89 000 Euro gekauft. Diese aber hat laut eines Verkehrswertgutachtens lediglich einen Wert von 52 000 Euro. Zum Unternehmen „Grüezi“ gehören Tochtergesellschaften und wechselnde Verkäufer, die überteuerte Wohnungen vertreiben und dafür hohe Provisionen erhalten. Die umstrittene Grüezi-Gruppe ist in rund 150 Verfahren involviert. Darunter sind rund 120 Klage- und Berufungsverfahren oder Prozesskostenhilfeanträge-Verfahren, in denen ein Grüezi-Unternehmen beteiligt ist. Ob die Grüezi-Gruppe Berufung gegen das Urteil einlegt, ist offen. sib

Wasser tropft von Tunneldecke:

Staugefahr wegen Glatteis auf A100

Berlin - Wegen Glättegefahr ist am Montag die A100 teilweise gesperrt worden. Betroffen war die linke Spur in Richtung Funkturm Höhe Innsbrucker Platz. Hier tropfte Wasser auf den Asphalt von der darüberliegenden Tunneldecke. Bisher sei unklar, woher das Wasser stamme, hieß es bei der Polizei. Solange der Schaden nicht behoben ist, bleibt die Spur gesperrt. Es besteht Staugefahr. Tsp

Proteste zur Liebigstraße 14:

Weitere Aktionen angekündigt

Berlin - Nachdem linke Gruppen am Wochenende gegen einen Rüstungskongress und ein Polizeitreffen demonstriert hatten, wobei es zu Ausschreitungen kam, stehen in den kommenden Tagen weitere Proteste in der Berliner Innenstadt an. Anlässlich der Räumung des Hausprojektes in der Liebigstraße 14 vor einem Jahr planen linke Gruppen, am Donnerstag mit einer ganztägigen Mahnwache ein „Zeichen gegen eine Stadtpolitik der Verdrängung“ zu setzen. Dabei sind auch ein Konzert und Diskussionsrunden vor dem Haus angekündigt. Am Samstag soll ab 15 Uhr vom Bersarinplatz ausgehend, ebenfalls in Friedrichshain, demonstriert werden. Nach der Räumung des Hauses vor einem Jahr fanden auch in anderen Städten Europas militante Solidaritätsaktionen statt. dapd/hah

Duschwasser zu heiß:

Stadtbad Schöneberg geschlossen

Berlin - Weil am Wochenende plötzlich 60 Grad heißes Wasser aus den Duschen des Schöneberger Hans-Rosenthal-Bads schoss, musste das Haus nur neun Tage nach seiner Wiedereröffnung wieder schließen. Alle Gäste wurden nach Hause geschickt, verletzt habe sich niemand, sagte BBB-Sprecher Matthias Oloew. Die Legionellenschutzanlage sei gegen 17.30 Uhr plötzlich angesprungen und habe sich nicht mehr abstellen lassen. Die Gründe sind unklar. Die Anlage wurde noch am Abend repariert. spa

Betrunkener bedrohte Bahnmitarbeiter mit Pistole

Strausberg - Ein 23-jähriger Mann hat in der Nacht zu Sonntag auf dem S-Bahnhof Strausberg Nord mehrere Bahnmitarbeiter mit einer Schreckschusswaffe bedroht. Bei einem Handgemenge erlitt ein Mitarbeiter eine Platzwunde. Er musste ambulant im Krankenhaus behandelt werden. Laut Bundespolizei hatte der stark betrunkene 23-Jährige zunächst einen Feuerlöscher aus der S-Bahn mitgenommen. Der Triebfahrzeugführer bemerkte den Diebstahl und informierte Sicherheitskräfte der Deutschen Bahn auf dem Bahnhof. Als diese den Mann ansprachen, zog er plötzlich eine Schreckschusswaffe aus seiner Jacke und zielte damit auf die Sicherheitsleute. Außerdem bespuckte und beleidigte er diese. Erst mit der Hilfe zweier Fahrgäste gelang es, den 23-Jährigen zu überwältigen. Polizeibeamte nahmen ihn schließlich fest. Bei der Durchsuchung fanden sie auch einen verbotenen Wurfstern in seiner Jacke. tabu

Am S-Bahnhof Hennigsdorf

explodierten mehrere Sprengsätze

Hennigsdorf - Anders als bislang vermutet sind am S-Bahnhof Hennigsdorf mehrere Sprengsätze explodiert. Untersuchungen der Polizei bestätigten, dass am Wochenende auch an einem Treppenaufgang eine selbst gebastelte Rohrbombe aus Pyrotechnik detoniert ist. Der andere Sprengsatz war in der Nacht zu Sonnabend zeitgleich in einem Fahrstuhl gezündet worden, dessen Scheiben zerbarsten. Der Sprengsatz hatte laut Bundespolizei eine „enorme Streuwirkung“. Der S-Bahnverkehr war über drei Stunden unterbrochen. dapd

Betrug: In Florida gelebt und

in Berlin Sozialhilfe kassiert

Berlin - Gegen einen 75-Jährigen, der seit den 1970er Jahren in Florida gelebt und zugleich in Berlin staatliche Leistungen erschlichen haben soll, wurden acht Monate Haft auf Bewährung verhängt. Einen entsprechenden Strafbefehl wegen Betruges erließ am Montag ein Amtsgericht. Zum zunächst geplanten Prozess kam es nicht, weil der Rentner unentschuldigt fehlte. Der Mann mit rund 200 Euro Rente soll sich im Oktober 2008 zum Schein unter einer Reinickendorfer Adresse angemeldet haben. Das zuständige Bezirksamt habe ihm aufgrund der Täuschung binnen eines halben Jahres rund 3700 Euro an Hilfen gezahlt. K.G.

55-jährige Frau starb nach Sturz

ins eisige Wasser

Leegebruch - Die eisigen Temperaturen haben offenbar ein erstes Todesopfer gefordert. Wie die Polizei am Montag bekannt gab, war in Brandenburg in der Nacht zum Sonntag eine 55-jährige Fußgängerin erfroren, nachdem sie in einen Wassergraben gefallen war. Sie hatte sich bei Leegebruch im Landkreis Oberhavel zunächst aus eigener Kraft wieder ans Ufer gerettet, war dann aber gestorben. Ein Jagdpächter fand die Leiche am Morgen auf einem Feldweg. dapd

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben