NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Abschiebung nach 33 Jahren:

Kirche kämpft für algerischen Vater

33 Jahre lang, davon die letzten 26 ununterbrochen, hat Mourad Djeziri in Deutschland gelebt und gearbeitet – jetzt soll der 58-Jährige, der nach dem Tod seiner Frau vier Kinder alleine großzog, nach Algerien abgeschoben werden. „Der Mann hat Pech gehabt, dass sein Aufenthaltsstatus nie geklärt wurde“, sagt Bernhard Fricke, der als evangelischer Seelsorger im Abschiebegewahrsam Grünau arbeitet: „Er hat hier alle Kinder, keine Verbindungen mehr in seine Heimat“. Deshalb hat der Seelsorger jetzt einen Antrag an die Härtefallkommission von Schleswig-Holstein gestellt, wo Djeziri in den letzten Jahren gelebt hat. „Wir hatten bisher nur per Telefon von dem Fall erfahren“, sagt der Vorsitzende der Härtefallkommission in Kiel, Norbert Scharbach: „Nach dem kirchlichen Schreiben aus Berlin werden wir alles noch einmal prüfen.“ Viel Zeit bleibt nicht mehr, sagt Seelsorger Fricke. „Jeden Tag kann die Abschiebung erfolgen.“ das

Urteil: Immobilienfirma Grüezi

muss Schadensersatz zahlen

Das Landgericht hat die Firma „Grüezi“, die in Geschäfte mit Schrottimmobilien verwickelt sein soll, auf Schadensersatz wegen Falschberatung zur Zahlung von 97 900 Euro verurteilt. Der Käufer hatte einen Kredit in Höhe des Betrags aufgenommen und eine Wohnung in Schöneberg für 89 000 Euro gekauft. Diese aber hat laut eines Verkehrswertgutachtens lediglich einen Wert von 52 000 Euro. Zum Unternehmen „Grüezi“ gehören Tochtergesellschaften und wechselnde Verkäufer, die überteuerte Wohnungen vertreiben und dafür hohe Provisionen erhalten. Die umstrittene Grüezi-Gruppe ist in rund 150 Verfahren involviert. Darunter sind rund 120 Klage- und Berufungsverfahren oder Prozesskostenhilfeanträge-Verfahren, in denen ein Grüezi-Unternehmen beteiligt ist. Ob die Grüezi-Gruppe Berufung gegen das Urteil einlegt, ist offen. sib

Betrug: In Florida gelebt und

in Berlin Sozialhilfe kassiert

Gegen einen 75-Jährigen, der seit den 1970er Jahren in Florida gelebt und zugleich in Berlin staatliche Leistungen erschlichen haben soll, wurden acht Monate Haft auf Bewährung verhängt. Einen entsprechenden Strafbefehl wegen Betruges erließ am Montag ein Amtsgericht. Zum zunächst geplanten Prozess kam es nicht, weil der Rentner unentschuldigt fehlte. Der Mann mit rund 200 Euro Rente soll sich im Oktober 2008 zum Schein unter einer Reinickendorfer Adresse angemeldet haben. Das zuständige Bezirksamt habe ihm aufgrund der Täuschung binnen eines halben Jahres rund 3700 Euro an Hilfen gezahlt. K.G.

Wasser tropft von Brücke

Staugefahr wegen Glatteis auf A100

Wegen Glättegefahr ist am Montag die A100 teilweise gesperrt worden. Betroffen war die linke Spur in Richtung Funkturm Höhe Innsbrucker Platz. Sie wurde gesperrt, weil von der darüberliegenden Brücke Wasser heruntertropft. Bisher sei unklar, woher das Wasser stamme, hieß es bei der Polizei. An der Stelle besteht Staugefahr. Tsp

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