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Mysteriös: Studentin in der S-Bahn offenbar mit Nadel verletzt



Eine Studentin aus Oranienburg ist in einer S-Bahn in Berlin von einem Unbekannten offenbar durch einen Stich verletzt worden. Nach Angaben der 26-Jährigen soll dies bereits am Dienstagnachmittag geschehen sein, sagte der Sprecher der Bundespolizei, Meik Gauer. Die junge Frau sei am Bahnhof Friedrichstraße in einen Zug der S7 nach Tiergarten eingestiegen, der sehr voll war. Im dichten Gedränge habe sie einen Schmerz am linken Oberschenkel gefühlt, sich aber nichts dabei gedacht. Erst am Abend habe sie eine kleine blutunterlaufene Wunde an dieser Stelle entdeckt und am nächsten Tag einen Arzt aufgesucht. Der stellte fest, dass die Verletzung von einer Nadel stammte und informierte die Polizei. Da nicht ausgeschlossen ist, dass der Frau etwas injiziert wurde, laufen derzeit vorsorglich entsprechende Untersuchungen. Ergebnisse liegen aber nicht vor Freitag vor. Ermittelt wird gegen Unbekannt wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung – dazu werden auch Überwachungskameras ausgewertet. So suchen die Beamten unter anderem nach einem Mann, der sich sehr dicht an die junge Frau gedrängt haben soll. „Es muss ja nicht der Täter sein, aber vielleicht hat er etwas beobachtet“, sagte Gauer. Einen Streit oder auch nur ein Gespräch habe es nach Angaben der Studentin nicht gegeben. das

Tod der zweijährigen Zoe wird

von externen Experten überprüft

Der Fall um den Tod der zweijährigen Zoe aus Weißensee soll durch Experten des Kinderschutzzentrums und des Jugendamtes Reinickendorf geprüft werden. Das sagte die zuständige Pankower Bezirksjugendstadträtin Christine Keil (Linke) am Donnerstag auf einer Sitzung mit Familiensenatorin Sandra Scheeres (SPD). Wie berichtet, ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Körperverletzung mit Todesfolge gegen die 25 Jahre alte Mutter und ihren ein Jahr jüngeren Lebensgefährten. Am 31. Januar war die Zweijährige an einer Bauchfellentzündung als Folge eines Darmrisses gestorben, obwohl die Familie von zwei Familienhelferinnen zehn Stunden pro Woche betreut worden war. Strafbares Verhalten der Sozialarbeiter des Amtes oder des beauftragten freien Trägers habe man nicht erkennen können, hieß es. Die zwei Geschwister des toten Mädchens sind in einem Heim der Jugendhilfe untergebracht. Am Donnerstag hieß es, dass die Ämter grundsätzlich zu wenig Mitarbeiter hätten. In Pankow seien diese im Schnitt rund 50 Jahre alt, teilte Stadträtin Keil mit. svo/hah

BSR-Finanzchef Lothar Kramm kündigt wegen Strafverfahren

Der Finanzvorstand der Berliner Stadtreinigung (BSR) Lothar Kramm hat seinen bis Jahresende laufenden Vertrag bei der BSR zum 29.Februar gekündigt. Hintergrund sei die Eröffnung des Hauptverfahrens in der zweiten April-Hälfte vor dem Landgericht, sagte eine BSR-Sprecherin auf Anfrage. Kramm und ein Lobbyist aus der Abfallwirtschaft müssen sich Korruptionsvorwürfen erwehren, die sie stets zurückgewiesen haben. Kramm hatte den Rückzug aus dem Vorstand angeboten, wenn ein Nachfolger gefunden ist oder das Verfahren eröffnet wird. Die BSR und ihr Aufsichtsrat hatten trotz der Vorwürfe Kramms Vertrag verlängert. ball

Marihuana-Plantage

in Lichtenrader Haus entdeckt

Immer der Nase nach – getreu dem Spruch sind am Mittwoch zwei Zivilpolizisten dem süßlichen Marihuana-Geruch gefolgt, der aus dem offenen Fenster eines Einfamilienhauses im Rotenkruger Weg in Lichtenrade strömte. Dort entdeckten die Beamten einen Entlüftungsschlauch. Die Beamten durchsuchten kurz darauf das Gebäude und entdeckten im Keller eine Cannabis-Aufzuchtanlage sowie rund 700 Pflanzen. Die 61-jährige Frau, die sich in dem Haus befand, ist dort nicht gemeldet, hat laut Polizei aber einen Schlüssel. Sie wurde festgenommen, äußerte sich bislang aber nicht dazu, warum sie in dem Haus ein- und ausging. Es wird weiter ermittelt. tabu

2,4 Promille im Blut:

15-Jährige greift Polizei an

Eine volltrunkene 15-Jährige ist am Mittwoch von der Polizei in eine Jugendpsychiatrie gebracht worden. Sie hatte gegen 23 Uhr in der Emser Straße in Neukölln krakeelt, so dass eine Anwohnerin die Polizei rief. Die entdeckten die schwankende 15-Jährige kurz darauf. Sie beleidigte, bespuckte die Beamten und wurde handgreiflich, so dass sie ihr Handfesseln anlegten. Da sie auch im Krankenhaus randalierte, bekam sie ein Beruhigungsmittel. Die Blutkontrolle ergab einen Alkoholwert von 2,43 Promille. Zur weiteren Behandlung kam die 15-Jährige auf eine jugendpsychiatrische Station. Da sie in einer Jugendhilfeeinrichtung wohnt, wurden die Betreuer informiert. tabu

Riskante Rückwärtsfahrt: 

Ehepaar beim Einparken erfasst

Beim Rückwärtsfahren hat eine Autofahrerin am Mittwoch auf einem Supermarkt-Parkplatz in der Hennigsdorfer Straße in Heiligensee ein Ehepaar verletzt. Die 48-jährige Fahrerin hatte bei der Suche nach einer Parklücke zurückgesetzt und dabei den 69-jährigen Mann leicht, seine 70-jährige Ehefrau schwer verletzt. Diese war gestürzt und hatte sich Kopfwunden zugezogen. tabu

Galerist pachtet

frühere katholische Agnes-Kirche

Ein weiterer katholischer Kirchbau wird umgenutzt. Es ist die Kreuzberger Sankt-Agnes-Kirche mit Gemeindezentrum in der Alexandrinenstraße, wie Erzbistumssprecher Stefan Förner sagte. Der Berliner Galerist Johann König pachtete den 1966 errichteten Stahlbetonbau. Er schloss dazu mit der Kirchengemeinde Sankt Bonifatius einen Erbbaurechtsvertrag. Die von König, 30, gegründete Galerie befindet sich bislang in einer früheren Industriehalle in Kreuzberg. Dort sind Werke zeitgenössischer Künstler zu sehen. Nach Angaben Förners übernimmt er den Kirchbau Anfang April. Dort gibt es seit sieben Jahren keine Gottesdienste mehr. In den vergangenen Jahren trennte sich das Erzbistum von rund 20 Kirchen und Kapellen. Die Sankt-Agnes-Kirche wurde vom Architekten Werner Düttmann gebaut. Die dreischiffige Basilika ist in den kubischen Formen des „Neuen Bauens“ ausgeführt. KNA

Jugendliche besprühen

Mauergedenkstätte

Drei Jugendliche haben die Gedenkstätte Berliner Mauer besprüht. Zivilpolizisten hatten die drei im Alter von 15 und 16 Jahren in der Nacht zu Donnerstag gegen 3.30 Uhr bemerkt, als sie sich in der Ackerstraße an den Teilen der einstigen Grenze zu schaffen machten und Betonelemente mit Schriftkürzeln beschmierten. Sie hatten zehn Sprühdosen dabei, wurden festgenommen und zur Wache gebracht, wo sie später von ihren Eltern abgeholt werden konnten. AG

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