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Prozess zu Busunglück mit 14 Toten soll im April beginnen

Potsdam - Eineinhalb Jahre nach dem Busunglück mit 14 Toten am Schönefelder Kreuz soll nach Angaben eines Gerichtssprechers im April der Prozess eröffnet werden. Angeklagt ist eine Berliner Autofahrerin, die mit unangemessener Geschwindigkeit auf die regennasse Autobahn aufgefahren sein soll. Ein mit 49 Menschen besetzter polnischer Reisebus war beim Versuch, ihr auszuweichen, gegen Brückenpfeiler geprallt. 14 Menschen starben, 37 wurden verletzt. Das Landgericht Potsdam hatte ein zweites Gutachten verlangt. Ein Experte für Straßenverkehrsunfälle hatte den Unfallhergang daraufhin im Herbst am Schönefelder Kreuz rekonstruiert. Nach Tagesspiegel-Informationen sprechen die Ergebnisse für die Position der Staatsanwaltschaft, die der damals 37-jährigen Autofahrerin fahrlässige Tötung und Körperverletzung vorwirft. Der Anwalt des bei dem Unfall schwer verletzten Busfahrers, Radoslaw Niecko, hatte kritisiert, dass sich die Behörden mit der Eröffnung des Prozesses zu viel Zeit ließen. „Viele Opfer warten noch auf Entschädigungszahlungen, ganz abgesehen von der seelischen Belastung“, sagt er. das

Berliner Polizisten stellen

50 gestohlene Fahrräder sicher

Berlin - Die Berliner Polizei hat am Montag etwa 50 offenbar gestohlene Fahrräder in einem Haus in Prenzlauer Berg sichergestellt. Nach einem Zeugenhinweis seien zu Wochenbeginn in einem Mehrfamilienhaus zwei Keller durchsucht worden, teilte die Polizeipressestelle mit. Beide Keller waren prall gefüllt mit Fahrrädern und Ersatzteilen, hieß es in der Mitteilung weiter. Die Ermittlungen hatten die Beamten auf die Spur eines 42 Jahre alten Mieters des Hauses gebracht. In dessen Wohnung entdeckten die Polizisten noch mehr Fahrräder. Die Polizisten ließen die Fahrräder mit zwei Lastwagen abtransportieren. Gegen den 42-Jährigen wird laut Polizei nun wegen des Verdachts des Diebstahls und der Hehlerei ermittelt. dapd

Mehr Wohnungsneubauten

genehmigt

Berlin/Potsdam - Der Wohnungsneubau in Berlin zieht an. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der genehmigten Anträge im Vergleich zu 2010 um 11,2 Prozent auf 3549, wie das Statistikamt am Montag mitteilte. Von den geplanten 7358 Wohnungen werden 5604 neu gebaut. Hinzukommen 1754 Wohnungen, die durch Maßnahmen an bestehenden Gebäuden wie Dachgeschossausbau entstehen.Die meisten Genehmigungen wurden für Pankow, Friedrichshain-Kreuzberg und Mitte erteilt. In Brandenburg entstehen 7854 Wohnungen. Die meisten Anträge für neue Wohnungen kamen aus dem Landkreis Potsdam-Mittelmark (945), gefolgt von Potsdam (937) und Dahme-Spreewald (666). dapd

Leichter Rückgang bei

Angriffen von Rechtsextremen

Potsdam - Die Zahl rechtsextremistischer Angriffe in Brandenburg bleibt trotz eines Rückgangs auf hohem Niveau. Der Verein Opferperspektive zählte für das Jahr 2011 insgesamt 84 Angriffe gegen mindestens 186 Personen. Im Vorjahr waren es 108 Angriffe. Die Kriminalitätsstatistik des Innenministeriums weist für 2011 nur 36 rechte Gewaltstraftaten aus, 30 weniger als im Vorjahr und ein bislang nie erreichter Tiefstand. Die Differenz erklärte der Verein Opferperspektive damit, dass viele Angegriffene sich nicht bei der Polizei meldeten, weil sie die Erfolgsaussichten für zu gering hielten. 32-mal wurden Flüchtlinge und Migranten angegriffen, 25-mal „politische Feinde“, 31-mal linke Jugendliche. Schwerpunkt rechter Gewalt sei der Südosten des Landes, daneben Frankfurt/Oder, Wittstock und Cottbus. Vereinssprecher Christoph Schulze sagte, der Rückgang sei kein Grund zur Entwarnung. Es gebe eine wiedererstarkte Kameradschaftsszene, teils in Verbindung mit Hooligans. Dies zeige die Demonstrationsoffensive im Frühjahr. In Cottbus, Brandenburg/Havel, Frankfurt/Oder und Wittstock sind Aufmärsche angemeldet. „Die Szene will damit zeigen, dass sie handlungsfähig ist.“ axf

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