NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Mahnmal für Sinti und Roma

steht kurz vor der Vollendung



Nach jahrelangem Streit und ständigen Verzögerungen soll das Mahnmal für die von den Nazis ermordeten Sinti und Roma noch in diesem Jahr fertig werden. „Es steht kurz vor der Vollendung“, sagte Rechtsanwalt Peter Raue. Er vertritt den israelischen Künstler Dani Karavan, von dem der Entwurf stammt. Raue wies Kritik an dem Umstand zurück, dass das für 2,3 Millionen Euro geplante Mahnmal 500 000 Euro teurer wird: „Deshalb von einem Bauskandal zu reden, ist völlig übertrieben. Schließlich haben sich die Arbeiten ewig hingezogen und Nachbesserungen unvermeidlich gemacht.“ Karavan hatte 2011 schwere Vorwürfe gegen die Senatsbauverwaltung erhoben. Nachdem sich der Bund moderierend eingeschaltet hatte, gebe es keinen Grund mehr zur Klage, sagte Anwalt Raue. Vertreter der Sinti und Roma freuen sich über die bevorstehende Fertigstellung: „Dann erleben das noch einige der vom NS-Terror unmittelbar Betroffenen“, sagt Hamze Bytyci vom Verein Amaro Drom. das

Erneuter Flughafen-Warnstreik

während ITB nicht ausgeschlossen

Die Tarifverhandlungen für das beim Flughafen-Dienstleister Globeground beschäftigte Bodenpersonal in Tegel und Schönefeld sind weiter festgefahren. Heute berät die Tarifkommission der Gewerkschaft Verdi über das weitere Vorgehen. Ein erneuter Warnstreik auch während der Tourismusmesse ITB ist nicht auszuschließen, sagte ein Gewerkschaftssprecher. Verdi hatte bereits am Freitag kurzfristig zu Warnstreiks an beiden Airports aufgerufen, etliche Flügen waren ausgefallen. Laut Verdi hat es nach diesen Aktionen kein neues Gesprächsangebot des Arbeitgebers gegeben. Globeground ist mit rund 1800 Beschäftigten der größte Dienstleister für die Abfertigung von Passagieren und Flugzeugen in Berlin. sik



Rocker vor Razzien gewarnt:

Polizist vor Gericht

Die Rocker waren gewarnt, wenn die Polizei auftauchte. Der Verräter, so ist sich die Staatsanwaltschaft sicher, saß in den eigenen Reihen. Ahmet K. soll vor drei geplanten Aktionen ein Mitglied der Hells Angels per SMS informiert haben. Im Prozess vor dem Landgericht schwieg der 24-jährige Polizeimeister am Montag. Mitangeklagt ist der Rocker. Der 25-Jährige mit Vorstrafen soll dem Polizisten als Gegenleistung einen Motorradhelm für relativ wenig Geld verkauft haben. Der junge Polizist aus Wedding soll im Mai und Juli 2010 für seinen Bekannten aus der Rocker-Szene tätig geworden sein. Im Falle eines Geständnisses und einer von ihm beantragten Beendigung des Dienstverhältnisses haben ihm die Richter eine Strafe von maximal elf Monaten Haft auf Bewährung in Aussicht gestellt. K.G.

Prozess um Untreue bei

Verein für Jugendfürsorge

Für zwei frühere Geschäftsführer eines Vereins für Jugendfürsorge begann nach sechsjährigen Ermittlungen der Prozess um Untreue. Die Anklage war von 330 000 Euro Schaden durch überhöhte Gehälter und zu Unrecht kassierter Umsatzbeteiligungen von 2002 bis 2005 ausgegangen. Die Gehälter der damaligen Chefs seien nicht mit der Satzung des gemeinnützigen Vereins vereinbar gewesen. Für die Angeklagten, ein 54-jähriger Mann und seine 55-jährige Kollegin, widersprachen ihre Verteidiger. Den Verträgen zufolge hätten die damaligen Geschäftsführer sogar weniger erhalten, als ihnen zustand. Für den 54-Jährigen kam es zu einem schnellen Ende des Verfahrens: Gegen 10 000 Euro wurde es eingestellt. K.G.

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