NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

An Berlins Flughäfen

kein Streik bis Montag

Der Tarifkonflikt an den Berliner Flughäfen ist vorerst entschärft. Als Reaktion auf ein neues Arbeitgeberangebot kündigte die Gewerkschaft Verdi am Freitag an, mindestens bis Montag auf Warnstreiks zu verzichten. Damit können auch die Besucher der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) am Sonntag störungsfrei ihren Rückflug von Tegel oder Schönefeld antreten. Die Verdi-Tarifkommission will am Montag über das neue Angebot für die 1500 Beschäftigten von Globe Ground beraten. Interessant sei, dass die Arbeitgeberseite offenbar jetzt über einen Manteltarifvertrag verhandeln wolle. Ein solcher Vertrag würde der drohenden Lohnkonkurrenz am neuen Flughafen einen Riegel vorschieben, sagte ein Verdi-Sprecher. Einen Termin für die nächste Verhandlungsrunde gibt es noch nicht. Verdi fordert bei Globe Ground vier Prozent mehr Geld, das Unternehmen hat wie berichtet 1,9 Prozent angeboten.dpa



Senat will sich Ferienbetreuung

für Fünft- und Sechstklässler sparen

Die rot-schwarze Koalition plant offenbar, Fünft- und Sechstklässlern keine Ferienbetreuung im Schulhort anzubieten. Nach Informationen des bildungspolitischen Sprechers der Grünen, Özcan Mutlu, sei dies im Gesetzentwurf zum Ausbau der Hortbetreuung für diese Altersgruppe nicht vorgesehen – aus finanziellen Gründen. „Für viele berufstätige Eltern ist das ein schwerer Rückschlag, denn kaum jemand kann in den Sommerferien sechs Wochen am Stück Urlaub nehmen“, sagte Mutlu dem Tagesspiegel. Wie berichtet, hatte der Senat angekündigt, künftig auch Fünft- und Sechstklässlern den Hortbesuch ohne erneute Bedarfsprüfung zu ermöglichen. Im nächsten Schuljahr soll dies für die Fünftklässler eingeführt werden, Hortplätze für Sechstklässler soll es im Jahr darauf geben. Einzelheiten zu dem Gesetzentwurf sollen am kommenden Dienstag bekannt gegeben werden. Zur Frage der Ferienbetreuung wollte sich die Bildungsverwaltung vorher nicht äußern. svo

Taxifahrten durch höhere Kilometerpreise bald teurer

Taxifahrten sollen durch höhere Kilometerpreise teurer werden. Ziel des Gewerbes ist es, sich bei den Gebühren an die Tarife des Landkreises Dahme-Spreewald (LDS) anzupassen, in dessen Bereich der neue Flughafen Berlin Brandenburg liegen wird. Dies wurde am Freitag bekannt. Damit soll vermieden werden, dass Fahrten zum Flughafen mit dem Berliner Tarif billiger sein würden als die Rückfahrt zum dann gültigen höheren LDS-Tarif. Bei Fahrten vom und ins Zentrum liegt der Unterschied derzeit bei fünf Euro. Die Einschaltgebühr soll sich um 20 Cent auf drei Euro verringern. kt



Verkauf des Rathauses Wilmersdorf

ist beschlossene Sache

Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Charlottenburg-Wilmersdorf hat am Donnerstagabend den Doppelhaushalt für 2012 und 2013 beschlossen, der unter anderem den Verkauf des Rathauses Wilmersdorf vorsieht. Wie berichtet, soll das Gebäude am Fehrbelliner Platz über den Liegenschaftsfonds möglichen Erwerbern angeboten werden, um jährliche Unterhaltskosten in Höhe von zwei Millionen Euro zu sparen. In anderen Punkten bremste die rot-grüne BVV- Mehrheit die Spar- und Verkaufspläne des Bezirksamts. So soll der Abenteuerspielplatz Holsteinische Straße nun doch erhalten bleiben. Die christdemokratische Fraktion kritisierte, der Haushalt habe „ein Defizit von zwei Millionen Euro ohne Gegenfinanzierung“. CD



Kolat kritisiert Schröders Verweigerung bei der Frauenquote

Frauensenatorin Dilek Kolat (SPD) hat die Weigerung von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) zur Einführung einer gesetzlichen Frauenquote kritisiert. „Die Uneinsichtigkeit der Frauenministerin in dieser Frage ist geradezu empörend“, sagte Kolat. Sie stelle sich mit ihrer Weigerung, in Deutschland für eine gesetzliche Regelung zu sorgen, gegen eine Mehrheit von Frauen in der Bevölkerung, in der Politik und den Verbänden. Kolat begrüßte den von der SPD-Fraktion in den Bundestag eingebrachten Gesetzesentwurf zur Einführung einer Mindestquote von 40 Prozent für Frauen und Männer in Aufsichtsräten und Vorständen börsennotierter und mitbestimmter Unternehmen. dapd

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